Scheibenschiessen
Offizier- u. Unteroffizier- Corps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg/Weser e.V.

500 Besucher beim Blaue-Garde-Ball 2011

500 Besucher beim Blaue-Garde-Ball 2011

Neues Konzept kommt gut an / Tombola-Hauptpreis geht an Martin Lange

Der größte Winterball in der Stadt hat eine Frischzellenkur verpasst bekommen. Der Blaue-Garde-Ball 2011 war moderner als in den Vorjahren – und das kam bei den Gästen gut an. Rund 500 Gäste flanierten am Samstagabend über den roten Teppich und tanzten, lachten, flirteten und sangen in der festlich geschmückten Leintorhalle schließlich bis in den frühen Sonntagmorgen.

Bei den Besuchern verzeichnete der Vorsitzende der Ball-Kommission des gastgebenden Offiziers- und Unteroffiziers- Corps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg, Corporal Stefan Siemann, einen Besucherzuwachs von 15 Prozent. Er zog ein rundum zufriedenes Fazit: „Wir sind positiv überrascht, weil wir nicht wussten, wie das neue Konzept ankommt.“ Begeistert war Corporal Siemann darüber, wie lange die Tanzfläche im Saal gut gefüllt war. Selbst um 4 Uhr war sie noch richtig voll. Das letzte Lied legte der DJ um 5.30 Uhr auf. Wegen der vollen Tanzfläche hatte sich die Ballkommission am Abend entschieden, den Auftritt der Band „Free Steps“ gegen einen Aufpreis zu verlängern.

Das überarbeitete Konzept spiegelte sich schon auf der Einladung wieder: Sie hatte ein neues, moderneres Design. Wir wollten den Ball novellieren, um ihn auch künftig zu erhalten. Wir wollten auch jüngere Leute für den Ball begeistern, das schaffen wir nur, wenn wir moderner werden“, sagte Stefan Siemann. „Das heißt aber nicht, dass früher alles schlechter war.“ Das Ballgeschehen konzentrierte sich auf den Festsaal in der Leintorhalle. Auf die Disco in der Parketthalle wurde verzichtet. Die früher dort angesiedelte Cocktailbar wurde in der Halle aufgebaut. In dieser gab es auch zwei Biertheken. Es gab eine Raucherlounge und einen Cateringbereich in Saalnähe. Mit der Band landete die Ballkommission einen echten Volltreffer: Die zehnköpfige Formation „Free Steps“ aus Vechta bat nach der Begrüßung des 1. Capitäns Werner Siemann mit „Alles Walzer“ auf die Parkettturniertanzfläche. Der Aufforderung kamen schon etliche Paare nach. Beim zweiten Lied des Abends, dem Siebziger-Jahre-Kulthit „Marleen“ von Marianne Rosenberg, gab es fast keinen freien Platz mehr auf der Tanzfläche.

Es hat viel Spaß gemacht, das neue Konzept ist voll aufgegangen. Die Band, das Catering und die Showakts waren Klasse, sagte eine Ballbesucherin, die mit ihrem Mann zum wiederholten Male zum Winterball gegangen ist.

Aufgelockert wurde das Programm durch zwei Showeinlagen. Etwas für die Lachmuskeln tat Helene Plietsch (alias Irene Gartz) aus Hilgermissen. Bereits ihre schrullige Erscheinung mit Blümchenbluse, altem und vermodertem Rock, Handtasche und braunen Schnürschuhen verfehlte die Wirkung nicht. »Blaue Garde“ und Bundespolitiker bekamen ihr Fett weg und beim Bauchtanz standen der Scheibenkönig 2010, Thomas Olbrich, und Jörg Reichelt gekonnt Pate. Am späteren Abend zeigten die heimischen Tanzpaare Nagel und Conrad ihr Können. Sie bereiten sich gerade auf die Weltmeisterschaft in ihrer Altersklasse vor. Nicht fehlen durfte im neuen Konzept die traditionelle Tombola, bei der es hochwertige Preise zu gewinnen gab. Der Hauptpreis, ein Flachbildfernseher, ging an den Nienburger Martin Lange.

1. Capitän Werner Siemann dankte bei seiner Begrüßung der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit und den Helfern, „ohne die der Ball nicht möglich ist“. Unter den Gästen begrüßte er neben Bürgermeister Henning Onkes, zweitem stellvertretenden Bürgermeister Wilhelm Schlemermeyer und Baudezernent Thomas Schwarz als Vertreter des Landkreises erstmals Oberst Frank Baumgard, den Standortältesten und Kommandeur des in der Clausewitz-Kaserne in Langendamm stationierten CIMIC-Zentrums. Siemanns Dank galt einem, der beim Ball nicht im Scheinwerferlicht steht, sondern im wahrsten Sinne des Wortes dahinter: Scheibengucker Hartmut Waschke bedient seit Jahren den Lichtkegel. Am Sonnabend tat er es letztmals. Nächstes Jahr macht das mein Nachfolger Benjamin Koschmieder, erzählte Hartmut Waschke. Um seinen Einsatz nicht zu verpassen, war er am Samstagmorgen in die Halle gekommen, um sich mit dem Sitzplan vertraut zu machen. Diejenigen Gäste, die Werner Siemann namentlich begrüßte, fing“ der Scheibengucker mit dem Lichtkegel ein.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 17.01.2011

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