Scheibenschiessen
Offizier- u. Unteroffizier- Corps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg/Weser e.V.

Mehr als 500 Gäste beim Winterball 2012

Mehr als 500 Gäste beim Winterball 2012

Tombola-Hauptpreis geht ans Kinderhospiz

Bürgercapitän Werner Siemann verspricht: „Es gibt 2012 wieder ein Pfingstkonzert“

Offiziell ist Nienburgs größte Ballveranstaltung als „Winterball des Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg“ betitelt. Doch inzwischen hat sich im Volksmund der Begriff „Blaue-Garde-Ball“ eingeprägt. Und was einst eine elitäre Veranstaltung war, zu der man nur mit persönlicher Einladung Zutritt erhielt, ist jetzt der beliebteste Ball der Stadt, bei dem auch viele junge Leute anzutreffen sind.

„Das neue Konzept ist ganz offensichtlich aufgegangen. Das beweist die tolle Resonanz“, freute sich Bürgercapitän Werner Siemann bei der Begrüßung der Ballgäste. Er dankte der Stadt und dem TKW für die Bereitstellung der Räumlichkeiten, um den Abend mit einer guten Nachricht für alle Freunde des Pfingstkonzerts zu eröffnen: „Die Blaue Garde und der TKW werden in diesem Jahr wieder ein Pfingstkonzert veranstalten. Die Irritationen des vergangenen Jahres sind ausgeräumt.“ Der Erste Capitän dankte der Ballkommission für die hervorragende Vorbereitung des Balls, um dann eine Person besonders hervorzuheben: Heidi Knust. „Sie hat sich sehr dafür eingesetzt, dass wir in diesem Jahre eine Tombola mit Preisen im Wert von über 2000 Euro anbieten können.“ Als kleines Dankeschön dafür gab es von Werner Siemann und Adjutant Dr. Ralf Weghöft einen Blumenstrauß. Kurz vor Mitternacht fand dann die mit Spannung erwartete Verlosung statt. Der Hauptpreis, ein 40-Zoll-LED-Fernseher, ging ausgerechnet an Jutta Siemann, die Frau des Bürgercapitäns. Familie Siemann wird den Fernseher aber nicht behalten, sondern dem Kinderhospiz „Löwenherz“ spenden. Noch in dieser Woche wird der LED-TV nach Syke gebracht

„Wir versuchen, unser Konzept stets zu verbessern“, berichtet Corporal Stefan Siemann. Er ist Chef der Ballkommission, die für den Ablauf des Spektakels verantwortlich zeichnet. Es sei immer eine große Herausforderung, die Leintorhalle in einen Ballsaal zu verwandeln: „Ab Donnerstagmittag geht es mit dem Aufbau los.“ Doch die organisatorischen Vorbereitungen würden bereits Monate vor dem Ball beginnen: „Eine zehnköpfige Band wie die ,Free Steps‘ aus Vechta muss man frühzeitig buchen, das passiert schon im Frühjahr.“ Außerdem müssten Gespräche mit dem Festwirt erfolgen, Sponsoren eingeworben werden und ab Oktober die Einladungen verschickt werden. „Wir sind rund zehn Leute, die sich gemeinsam für den Ball einsetzen“, berichtet Stefan Siemann: „Im Grund gilt der Spruch ,Nach dem Ball ist vor dem Ball‘“, schmunzelt der Organisator.

Das Ziel der Blauen Garde ist, den Ball auch weiterhin zu erhalten: „Angesichts vieler Konkurrenzveranstaltungen ist das nicht leicht“, gibt Siemann unumwunden zu: „Doch haben wir mit über 500 Gästen einen leichten Zuwachs zum Vorjahr, und 2011 waren es erheblich mehr Gäste als 2010. Das stimmt uns zuversichtlich.“

Positiv bewertet er es auch, dass relativ viele junge Leute beim Blaue-Garde-Ball 2012 dabei waren: „Das hat sicherlich auch etwas damit zu tun, dass es inzwischen zahlreiche junge Corporäle gibt, die ihre Freunde und Bekannten einladen, einmal mit auf den Ball zu kommen.“

Die Ballkommission versuche aber, eine Veranstaltung für alle Altersgruppen auf die Beine zu stellen. Da sei die Auswahl der Band besonders wichtig. „Wir haben nur positive Resonanz bekommen“, erzählte Stefan Siemann am Sonntag: „Die Ballbesucher waren so begeistert, dass wir die Spielzeit der Band um eine halbe Stunde bis 2.30 Uhr verlängern mussten.“ Auch die Aufteilung des Ballsaals und der anderen Räume sind viel gelobt worden. Das Konzept, den Cateringbereich näher an den Ballsaal heranzurücken, sei aufgegangen.

Im vergangenen Jahr hatte sich die Ballkommisson entschlossen, erstmals auf die Disko und die Cocktailbar in der Parketthalle zu verzichten, und das Geschehen von dort in die Leintorhalle zu verlagern. Im Gegenzug wurde so Platz für eine Raucher-Lounge geschaffen. „Es ist heutzutage niemandem zuzumuten, in Ballkleidung zum Rauchen nach draußen zu gehen“, meinte Stefan Siemann. Gleichzeitig würden so auch Konflikte mit nicht rauchenden Ballbesuchern vermieden.

In der großen Pause der Band traten die „Valschen Fögel“ aus Kassel mit Bauchreden und Bauchsingen auf. Sie hatten es allerdings nicht leicht, die Aufmerksamkeit des Publikums zu finden.

Zur Idee, einen Ball für alle Altersgruppen zu veranstalten, gehörte, dass sich zu später Stunde die Band „Free Steps“ und Diskjockey Tobias Metje vom „TNT DJ-Team“ abwechselten. Je später es wurde, desto häufiger kam der DJ zu Einsatz. Das letzte Lied legte Tobias Metje um kurz nach 5 Uhr auf. Selbst nach 4 Uhr war die Tanzfläche noch gut gefüllt – und das nicht nur mit jungen Leuten.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 23.01.2012

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