Scheibenschiessen
Offizier- u. Unteroffizier- Corps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg/Weser e.V.

Archiv 2005

André Heling ist Nienburgs Scheibenkönig 2005

Fabian Kulke ist Kinderkönig / Capitänswetter / Britische Soldaten zu Gast

Andre Heling (Corporalschaft Schnauer) ist neuer Scheibenkönig. Entsprechend groß war seine Freude am Abend, als ihn Bürgermeister Peter Brieber, I. Capitän Hinrich Rübenack und Adjutant Dr. Ralf Weghöft vor dem Tilly-Zelt proklamierten. Die zweitbeste Zehn schoss der ehemalige Scheibenkönig Kurt Mattausch (Corporalschaft Schröder), drittbester Schütze war Bürgermeister Peter Brieber. Wir proklamieren den Schützen des besten Nienburger Schusses, sagte Adjutant Dr. Weghöft. Zwei Schützen hatten eine bessere Zehn geschossen, doch haben diese Ausmarschierer einen falschen Wohnort angegeben. Wir haben Regularien, an die wir uns halten. Die Schützen sollten so ehrlich sein, sich als Gäste anmelden und nicht versuchen, uns zu täuschen. Das klappt nicht, ergänzte Dr. Weghöft.

Neuer Kinderkönig wurde Fabian Kulke. Ihn proklamierten Bürgermeister Brieber, I. Capitän Rübenack und Adjutant Dr. Weghöft bereits am Nachmittag vor dem Tilly-Zelt

Strahlender Sonnenschein oder Capitänswetter – wie es I. Capitän Hinrich Rübenack nannte – begleitete den langen Zug aus schwarz gewandeten Männern, historisch gekleidetem Wähligen Rott sowie diversen Musikkapellen, der sich um 9 Uhr vor dem Nienburger Rathaus in Bewegung setzte. 622 Ausmarschierer erreichten 85 Minuten später den Scheibenplatz an der Hannoverschen Straße.

Bereits um 8 Uhr traten die Kompanien vor dem Rathaus an. Zehn Minuten früher stand die Corporalschaft Torsten Meyer bereits vor dem Rathaus, Gewehr bei Fuß, um den Scheibenkönig des vergangenen Jahres, Hans-Hermann Warnecke, vom Cafe Meinecke abzuholen. Nach dem Fahnenausmarsch und dem Singen der Nationalhymne machte sich der mehrere hundert Meter lange Zug aus Ausmarschierern und Kapellenmitgliedern auf, um zum Scheibenplatz zu marschieren. Rund 20 Minuten vor dem Zug erreichte die Kutsche, in der neben Bürgermeister Brieber und dem I. Capitän Rübenack auch der II. Capitän Horst Kammann saß, auf die Tradition des Scheibenschießens das auf der von Herzog Christian Ludwig von Celle im Jahr 1654 erlassenen Verordnung „Wie es beim Scheibenschießen gehalten werden soll“ basiert. Er begrüßte die besonderen Gäste, die an diesem besonderen Scheibenschießen“ teilnahmen: Aus der Langendammer Clausewitz-Kaserne waren Abordnungen des CIMIC Bataillons 100 und des Bataillons Elektronische Kampfführung 912 ebenso ausmarschiert wie eine Abordnung britischer Offiziere, die aus Osnabrück angereist waren.

Die Bundeswehr ist in Nienburg nicht Gast, sie ist hier zu Hause, sagte Brieber. Er bedankte sich bei den Soldaten für die Teilnahme, an einem Tag, an dem die Bundeswehr nichts zu feiern hat. Anschließend gedachten Bürgermeister, Ausmarschierer und Gäste der beiden tags zuvor in Kundus bei einer Explosion von Munition getöteten niedersächsischen ISAF-Soldaten.

Seinen Dank und ein dreifaches Hoch sprach das Stadtoberhaupt den britischen Soldaten und Nienburgs Frauen aus. Abschließend wünschte er allen Schützen gutes Zielwasser. Adjutant Dr. Weghöft las die Schießordnung unter Androhung von Geldstrafen bei Nichteinhaltung vor, bevor die ersten Corporalschaften auf die Scheibe schossen. Vorjahrskönig Hans-Hermann Warnecke musste sich derweil im Tilly-Zelt von den Insignien seiner Regentschaft trennen. Fahrgeschäfte wie Crazy Clown, Wickle oder Twister lockten ebenso wie gebrannte Mandeln oder Schokoladenwaffeln Jung und Alt am Nachmittag auf den Festplatz. Bis zum Abend baute sich die Spannung in der Erwartung des neuen Scheibenkönigs auf. Um 19.30 Uhr war es soweit: Der Bürgermeister und das Kommando hatten den besten Schuss ermittelt, und der neue König wurde unter musikalischer Begleitung des Trommler- und Pfeifercorps zum Tillyzelt geführt und proklamiert.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Dienstag 28.06.2005

502 Besucher beim Blaue-Garde-Ball 2005

Die rauschende Ballnacht in der Leintorhalle

Die 502 Ballgäste waren schon in Partystimmung, da wurde es im Ballsaal für einen Moment mucksmäuschenstill: Hinrich Rübenack, 1. Capitän des Offizier- und Unteroffizier-Corps, legte zu Beginn des Blaue-Garde-Balls eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe in Südasien ein. Der Blaue-Garde-Ball Nienburgs größtes Tanzvergnügen wurde Sonnabend zum elften Mal in der Leintorhalle gefeiert.

Zur Eröffnung marschierte das Offizier- und Unteroffizier-Corps der Bürgerkompanien in blauer Uniform, auch Blaue Garde genannt, unter den Klängen des Trommler- und Pfeiffer-Corps in den Ballsaal. Eigentlich heißt der Ball Wintervergnügen, aber Blaue-Garde-Ball klingt wohl charmanter, sagte Rübenack in seiner Begrüßungsrede. Unter den Gästen begrüßte er besonders Landrat Heinrich Eggers, Nienburgs stellvertretenden Bürgermeister Rolf Warnecke, Nienburgs Superintendenten Martin Lechler und den Scheibenkönig 2004 Hans-Hermann Warnecke.

Auf die Flutkatastrophe in Südasien eingehend sagte Rübenack, das Offizier- und Unteroffizier-Corps spendet 1000 Euro an die Kindernothilfe, die sich um die Kinder in der von der Flut betroffenen Region kümmert.

Rübenack dankte Tambourmajor Bernd Gresel, der den Ball seit zehn Jahren organisiert hat. Die Nachfolge tritt Dieter Schröder an, der erstmals die Organisation des Balls übernahm. Und nun geht es los. Das Offizier- und Unteroffizier-Corps beginnt den Ball mit seinen Damen, forderte Rübenack zum Walzer auf. Hier sind alles lustige Leute, lobte der Sänger der City-Live-Band die Ballbesucher, dann sang er Strangers in the night. Rumba, Cha-Cha-Cha, Foxtrott, kaum ein Tanz, der nicht bis zum frühen Morgen auf der Parkett-Turniertanzfläche der TKW-Halle getanzt wurde. Was dem Organisator Dieter Schröder auffiel: Es sind auch viele junge Gäste gekommen. Die Jüngsten waren 16 Jahre alt, mit 82 Jahren war Max Müller der Älteste. Viel Applaus ernteten die jungen Frauen von Bootylicious: Die neue Tanzgruppe des TKW führte zu späterer Stunde einen Showtanz auf.

Die Ballkommission des Corps hatte die Leintorhalle in einen Ballsaal verwandelt, hatte das Tanzparkett verlegt, Tische und Stühle aufgestellt. Die Gäste saßen unter einem blau-gelb-roten Himmel, den Nienburger Stadtfarben. Erstmals übernahm Gärtnerei Jürgens die Blumendekoration in allen Räumen. Basketballkörbe sind mit Blumen dekoriert und Palmen sorgen für ein südliches Flair. Es ist schon fast wie im botanischen Garten, schwärmte Dieter Schröder.

Die Gäste saßen an Zehnertischen. Wer Freunde und Bekannte suchte, hatte es leicht: Eine Namensliste aller Ballbesucher verriet den genauen Platz. Im Foyer standen einige Besucher Schlange, um von einem Fotografen ihr persönliches Ballfoto machen zu lassen. In der Cocktail-Dancing-Bar ging es unterm Sternenhimmel auch am frühen Morgen noch heiß her. Discjockey und Barmixer sorgten mit Musik, Sekt, naturtrübem Bier und Cocktails für Stimmung.

Klaus Buchholz, aus Liebenau gewann bei der Verlosung einen Möbeltresor. Die weiteren Gewinner kommen aus Nienburg: Ein Reisegutschein in Höhe von 300 Euro ging an Frank Zimmer, Kai Albers gewann einen Reisegutschein in Höhe von 200 Euro und Nicole Führenberg erhielt zwei Freikarten für den Blaue-Garde-Ball 2006. Einen Gutschein für einen Restaurantbesuch gewann Wolfgang Feuchte.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 17.01.2005