Scheibenschiessen
Offizier- u. Unteroffizier- Corps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg/Weser e.V.

Archiv 2011

Bernd Denker ist Scheibenkönig 2011

„Das war reiner Zufall“

Corporalschaft Hambruch

Er hat einfach nur „drauf gehalten“ und mitten ins Schwarze getroffen. Nienburgs neuer Scheibenkönig heißt Bernd Denker. Der Erichshagener nahm das erste Mal überhaupt am Nienburger-Scheibenschießen teil und landete gleich einen Volltreffer. „Das war reiner Zufall“, bleibt der frisch gebackene Scheibenkönig bescheiden. Allerdings kann er durchaus mit einem Gewehr umgehen. Schon seit seiner Jugend ist Denker im Schützenverein Erichshagen aktiv und war dort vor zwei Jahren sogar Schützenkönig. Die überraschende Ehrung feierte der Scheibenkönig Montagabend ganz entspannt im Freundeskreis mit seiner Corporalschaft.

Observanzversammlung 29.05.2011

Warnecke bekommt die „Ehrencorpsschnalle“

Seltene Auszeichnung bei „Observanzmäßiger Versammlung“ vergeben

Werner Siemann, Rolf Warnecke, Dr. Ralf Weghöft, Christian Specht (von links)

Eine besondere Ehrung stand im Mittelpunkt der „Observanzmäßigen Versammlung“ der Nienburger Bürgerkompanien. Im Jahr 1986 stiftete der damalige I. Capitän des Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg, Herbert Wömpner, die sogenannte Ehrencorpsschnalle. Damit besteht für die „Blaue Garde“ die Möglichkeit, Arbeit und Engagement von Personen außerhalb des Corps zu würdigen. Nur sechsmal wurde in den vergangenen 25 Jahren diese Auszeichnung verliehen. In der, Observanzmäßigen Versammlung“ im Ratssaal verlieh der I. Bürgercapitän Werner Siemann diese an den ersten stellvertretenden Bürgermeister Rolf Warnecke. Siemann schilderte, dass Rolf Warnecke seit seiner Kindheit mit dem Nienburger Scheibenschießen eng verbunden ist. Nach dem Studium sei es für Warnecke selbstverständlich gewesen, neben seinem Engagement in der Kommunalpolitik, am Scheibenschießen teilzunehmen und das nunmehr seit 37 Jahren. Als Bürgermeister habe Rolf Warnecke in den Jahren 1993 bis 1996 eine Erinnerungsmedaille für 25-, 30- und 40-jährige Teilnahme am Scheibenschießen gestiftet. I. Capitän Siemann heftete die Ehrencorpsschnalle an Warneckes Revers und überreichte ihm die Urkunde, einen Blumenstrauß erhielt er aus den Händen von Adjutant Dr. Ralf Weghöft. „Die Auszeichnung ist eine Überraschung, ich halte sie aber nicht für erforderlich für jemanden, der sich für das bedeutendste Fest Nienburgs einsetzt“, dankte Warnecke. Das städtische Leben werde durch die jahrhundertealte Tradition des Scheibenschießens geprägt, auch weiter junge und alte Menschen zu binden. „Ich bin weiter mit vollem Umfang dabei und werde in diesem Jahr für das Kinderscheibenschießen einen besonderen Betrag spenden.“

Das Scheibenschießen war im Vorjahr so sicher wie noch nie, das machte Nienburgs Polizeichef Frank Kreykenbohm als Gast in der Sitzung deutlich. Es gab nur eine Anzeige, was ein historischer Tiefstand sei. „Das Scheibenschießen ist ein schönes und friedliches Fest“, sagte er.

Vier neue Corporäle wurden von Werner Siemann verpflichtet: Ralf Gilster, Hartmut Waschke, Timo Schröder und Franz-Heinrich Ringe.

Das Kommando mit neuen Corporälen: Werner Siemann, Ralf Gilster, Hartmut Waschke, Timo Schröder, Christian Specht, Dr. Ralf Weghöft (von links)

Die Planungen für das Scheibenschießen 2011 laufen, so die Feststellung der einzelnen Corporäle aus ihren Bereichen. Tambourmajor Axel Brockmann suchte als Verantwortlicher für die musikalische Begleitung beim Ausmarsch noch eine Kapelle.

Friedrich Decke, in seinem Amt im Rathaus werden der Kinderausmarsch und das Kinderscheibenschießen organisiert, hofft auf 350 teilnehmende Kinder, da noch keine Ferien sind. II. Sergeant Karl-Heinz Meyer hat für das 24. Pellkartoffel-Essen, am Mittwoch, 29. Juni, alles organisiert, die Harke wird darüber berichten. Bürgercapitän Siemann lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und bedankte sich bei Bürgermeister Henning Onkes für die Gastfreundschaft und bei Stadtoberamtrat Decke für die gute Organisation und schloss die Versammlung nach zwei Stunden.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Dienstag 31.05.2011

500 Besucher beim Blaue-Garde-Ball 2011

Neues Konzept kommt gut an / Tombola-Hauptpreis geht an Martin Lange

Der größte Winterball in der Stadt hat eine Frischzellenkur verpasst bekommen. Der Blaue-Garde-Ball 2011 war moderner als in den Vorjahren – und das kam bei den Gästen gut an. Rund 500 Gäste flanierten am Samstagabend über den roten Teppich und tanzten, lachten, flirteten und sangen in der festlich geschmückten Leintorhalle schließlich bis in den frühen Sonntagmorgen.

Bei den Besuchern verzeichnete der Vorsitzende der Ball-Kommission des gastgebenden Offiziers- und Unteroffiziers- Corps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg, Corporal Stefan Siemann, einen Besucherzuwachs von 15 Prozent. Er zog ein rundum zufriedenes Fazit: „Wir sind positiv überrascht, weil wir nicht wussten, wie das neue Konzept ankommt.“ Begeistert war Corporal Siemann darüber, wie lange die Tanzfläche im Saal gut gefüllt war. Selbst um 4 Uhr war sie noch richtig voll. Das letzte Lied legte der DJ um 5.30 Uhr auf. Wegen der vollen Tanzfläche hatte sich die Ballkommission am Abend entschieden, den Auftritt der Band „Free Steps“ gegen einen Aufpreis zu verlängern.

Das überarbeitete Konzept spiegelte sich schon auf der Einladung wieder: Sie hatte ein neues, moderneres Design. Wir wollten den Ball novellieren, um ihn auch künftig zu erhalten. Wir wollten auch jüngere Leute für den Ball begeistern, das schaffen wir nur, wenn wir moderner werden“, sagte Stefan Siemann. „Das heißt aber nicht, dass früher alles schlechter war.“ Das Ballgeschehen konzentrierte sich auf den Festsaal in der Leintorhalle. Auf die Disco in der Parketthalle wurde verzichtet. Die früher dort angesiedelte Cocktailbar wurde in der Halle aufgebaut. In dieser gab es auch zwei Biertheken. Es gab eine Raucherlounge und einen Cateringbereich in Saalnähe. Mit der Band landete die Ballkommission einen echten Volltreffer: Die zehnköpfige Formation „Free Steps“ aus Vechta bat nach der Begrüßung des 1. Capitäns Werner Siemann mit „Alles Walzer“ auf die Parkettturniertanzfläche. Der Aufforderung kamen schon etliche Paare nach. Beim zweiten Lied des Abends, dem Siebziger-Jahre-Kulthit „Marleen“ von Marianne Rosenberg, gab es fast keinen freien Platz mehr auf der Tanzfläche.

Es hat viel Spaß gemacht, das neue Konzept ist voll aufgegangen. Die Band, das Catering und die Showakts waren Klasse, sagte eine Ballbesucherin, die mit ihrem Mann zum wiederholten Male zum Winterball gegangen ist.

Aufgelockert wurde das Programm durch zwei Showeinlagen. Etwas für die Lachmuskeln tat Helene Plietsch (alias Irene Gartz) aus Hilgermissen. Bereits ihre schrullige Erscheinung mit Blümchenbluse, altem und vermodertem Rock, Handtasche und braunen Schnürschuhen verfehlte die Wirkung nicht. »Blaue Garde“ und Bundespolitiker bekamen ihr Fett weg und beim Bauchtanz standen der Scheibenkönig 2010, Thomas Olbrich, und Jörg Reichelt gekonnt Pate. Am späteren Abend zeigten die heimischen Tanzpaare Nagel und Conrad ihr Können. Sie bereiten sich gerade auf die Weltmeisterschaft in ihrer Altersklasse vor. Nicht fehlen durfte im neuen Konzept die traditionelle Tombola, bei der es hochwertige Preise zu gewinnen gab. Der Hauptpreis, ein Flachbildfernseher, ging an den Nienburger Martin Lange.

1. Capitän Werner Siemann dankte bei seiner Begrüßung der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit und den Helfern, „ohne die der Ball nicht möglich ist“. Unter den Gästen begrüßte er neben Bürgermeister Henning Onkes, zweitem stellvertretenden Bürgermeister Wilhelm Schlemermeyer und Baudezernent Thomas Schwarz als Vertreter des Landkreises erstmals Oberst Frank Baumgard, den Standortältesten und Kommandeur des in der Clausewitz-Kaserne in Langendamm stationierten CIMIC-Zentrums. Siemanns Dank galt einem, der beim Ball nicht im Scheinwerferlicht steht, sondern im wahrsten Sinne des Wortes dahinter: Scheibengucker Hartmut Waschke bedient seit Jahren den Lichtkegel. Am Sonnabend tat er es letztmals. Nächstes Jahr macht das mein Nachfolger Benjamin Koschmieder, erzählte Hartmut Waschke. Um seinen Einsatz nicht zu verpassen, war er am Samstagmorgen in die Halle gekommen, um sich mit dem Sitzplan vertraut zu machen. Diejenigen Gäste, die Werner Siemann namentlich begrüßte, fing“ der Scheibengucker mit dem Lichtkegel ein.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 17.01.2011