SATZUNG des VEREINS zum ERHALT der SCHEIBENSCHIESSEN-TRADITIONEN der STADT NIENBURG/WESER

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr
(1)Der Verein führt den Namen „Verein zum Erhalt der Scheibenschießen-Traditionen der Stadt Nienburg/Weser“, im folgenden „Verein“ genannt. Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Walsrode unter der Nr. 130548 eingetragen.
(2)Der Verein hat seinen Sitz in Nienburg/ Weser. Er wurde am 01.04.2003 errichtet. Er ist politisch, rassisch und konfessionell neutral.
(3)Die auf geschichtlicher Grundlage bestehenden gegenseitigen besonderen Beziehungen zwischen dem Verein und dem Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg/ Weser e.V. sowie der Stadt Nienburg selbst werden durch diese Satzung nicht berührt.
(4)Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.
(5)Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke i.S.d. Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
§ 2 Zweck des Vereins
(1)Zweck des Vereins ist die Förderung der Hei­matpflege und der Heimatkunde. Der Sat­zungs­zweck wird verwirklicht ins­be­son­dere durch das Mitwirken an der Durchführung des traditionellen Schei­benschießens der Stadt Nienburg/Weser. Darüber hinaus för­dert der Verein den Er­halt der Traditionen, die ihren Ursprung in der mittelalterlichen Wehrver­fassung der Stadt Nienburg/Weser ha­ben, durch Abhalten wissenschaftlicher Vorträge, Unterstützung von Forschungs­vor­haben, Beteiligung an öffentlichen Pub­li­ka­tionen und Sicherung von ent­sprech­enden Ar­chivalien
(2)Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
(3)Die Mittel des Vereins dürfen nur für die sat­zungs­gemäßen Zwecke verwendet wer­den. Die Mitglieder erhalten keine Zu­wendungen aus Mitteln des Vereins. Ehren­amtlich tätige Per­sonen haben An­spruch auf Ersatz nach­ge­wiesener Aus­lagen.
(4)Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergü­tun­gen begünstigt werden.

§ 3 Mitgliedschaft

(1)Mitglied des Vereins kann jede natürliche und juristische Person werden. Über den Auf­nah­meantrag entscheidet ab­schlie­ßend der Vor­stand.
(2)Die Mitgliedschaft endet
a) mit dem Tod des Mitglieds,
b) durch freiwilligen Austritt;
c) durch Streichung aus der Mitgliederliste;
d) durch Ausschluss aus dem Verein.
(3)Der freiwillige Austritt erfolgt durch schrift­liche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstandes. Er ist nur zum Schluss eines Kalenderjahres unter Ein­hal­tung einer Kün­di­gungsfrist von drei Mo­naten zulässig.
(4)Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vor­standes von der Mitgliederliste ge­strichen wer­den, wenn es trotz zwei­ma­li­ger Mahnung mit der Zahlung des Bei­trages im Rückstand ist. Die Streichung ist dem Mitglied schriftlich mitzuteilen.
(5)Ein Mitglied kann, wenn es gegen die Vereins­interessen gröblich verstoßen hat, durch Beschluss der Mit­glie­der­ver­sammlung aus dem Verein aus­ge­schlos­sen werden. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied Gele­gen­heit zu geben, sich persönlich zu recht­fer­tigen. Eine et­wai­ge schriftliche Stellung­nah­me des Be­troffenen ist in der Mit­glie­der­ver­samm­lung zu verlesen.

§ 4 Beiträge

(1)Von den Mitgliedern werden Beiträge er­hoben. Die Höhe des Jahresbeitrages und des­sen Fälligkeit werden von der Mit­glie­der­versammlung bestimmt.
(2)Ehrenmitglieder sind von der Bei­trags­pflicht befreit.

§ 5 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind
a) der Vorstand;
b) der Beirat;
c) die Mitgliederversammlung.

§ 6 Vorstand

(1)Der Vorstand i.S.d. § 26 BGB besteht aus:
a) dem Vorsitzenden;
b) dem Stellvertretenden Vorsitzenden;
c) dem Schriftführer;
d) dem Schatzmeister.
(2)Die Wahl der Mitglieder des Vorstandes er­folgt in einer Mitgliederversammlung in ge­hei­mer Abstimmung. Hat im ersten Wahlgang kein Kandidat die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erreicht, so findet eine Stichwahl zwischen den bei­den Kandidaten mit den höchsten Stimmzahlen statt.
(3)Der Verein wird gerichtlich und außer­ge­richt­lich jeweils durch zwei Mitglieder des Vor­stan­des gemeinschaftlich vertreten.
(4)Die Vereinigung mehrerer Vor­stands­äm­ter in einer Person ist unzulässig.
(5)Der Vorstand wird von der Mit­glie­der­ver­samm­lung für die Dauer von vier Jahren, vom Tage der Wahl an gerechnet, ge­wählt. Er bleibt jedoch bis zur Neuwahl des Vor­stan­des im Amt.
(6)Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während der Amtsperiode aus, so wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für die restliche Amtsdauer des Aus­ge­schie­de­nen.
(7)Der Vorstand fasst seine Beschlüsse im All­ge­meinen in Vorstandssitzungen, die vom Vor­sitzenden oder seinem Stell­vertreter schrift­lich oder fernmündlich ein­be­ru­fen wer­den. In jedem Fall ist eine Ein­be­rufungsfrist von drei Tagen ein­zu­hal­ten. Einer Mitteilung der Tagesordnung be­darf es nicht. Der Vor­stand ist be­schluss­fähig, wenn mindestens zwei Vor­stands­mitglieder, darunter der Vor­sitzen­de oder sein Stellvertreter, anwesend sind. Bei Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stim­men. Bei Stimmengleichheit ent­schei­det die Stimme des Leiters der Vorstandssitzung.
(8)Die Vorstandssitzung leitet der Vor­sitzen­de, bei dessen Abwesenheit sein Stell­ver­treter. Die Beschlüsse des Vor­stan­des sind zu Beweiszwecken zu pro­to­kol­lieren und vom Sitzungsleiter zu un­terzeich­nen.
(9)Ein Vorstandsbeschluss kann auf schrift­lichem Wege oder fernmündlich gefasst wer­den, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zu­stim­mung zu der zu be­schlie­ßen­den Rege­lung erklären.

§ 7 Beirat

(1)Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern. Ihm sollen mindestens je ein Mitglied an­ge­hören, das im Offizier- und Un­ter­of­fi­zier­corps der Bürgerkompanien den Dienst­rang eines Offiziers, eines Un­ter­of­fiziers mit Portepee und eines Corporals hat.
(2)Der Beirat wird von der Mit­glie­derver­samm­lung für die Amtsdauer des Vor­stan­des ge­wählt.
(3)Der Beirat steht dem Vorstand bei des­sen Arbeit beratend zur Seite. Er ist ent­sprechend zu beteiligen.
(4)Der Beirat wird vom Vorsitzenden schriftlich oder fernmündlich einberufen. In jedem Fall ist eine Einberufungsfrist von drei Tagen einzuhalten.

§ 8 Mitgliederversammlung

(1)In der Mitgliederversammlung hat jedes an­we­sende Mitglied, einschließlich eines Ehren­mitgliedes, gleiches Stimmrecht.
(2)Die Mitgliederversammlung ist ins­be­son­dere für folgende Angelegenheiten zu­stän­dig:
a) Entgegennahme des Jahresberichtes des Vorstandes sowie Entlastung des­sel­ben;
b) Festsetzung der Höhe und Fälligkeit des Jahresbeitrages;
c) Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes;
d) Beschlussfassung über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins;
e) Ernennung von Ehrenmitgliedern.
(3)Mindestens einmal im Jahr muss eine ordentliche Mitgliederversammlung statt­fin­den. Sie wird vom Vorstand unter Ein­hal­tung einer Frist von zwei Wochen schriftlich unter Angabe der Ta­ges­ord­nung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung fol­genden Werk­tag. Das Einladungsschreiben gilt als zu­ge­gangen, wenn es an die letzte vom Mit­glied schriftlich bekannt gegebene Adresse gerichtet ist. Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest.
(4)Die ordnungsgemäß einberufene Mit­glie­derversammlung ist unabhängig von der Zahl der Erschienenen beschlussfähig. Sie wird vom Vorsitzenden oder seinem Stell­vertreter geleitet. Über die Be­schlüs­se der Versamm-lung ist ein Protokoll an­zu­fertigen, das vom Versammlungsleiter und Protokollführer zu unterzeichnen ist.
(5)Die Mitgliederversammlung ist nicht­öf­fent­lich. Der Versammlungsleiter kann Gäs­te zu­las­sen. Über die Zulassung der Pressemedien beschließt der Vorstand.
(6)Die Mitgliederversammlung fasst Be­schlüs­se im Allgemeinen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Die Art der Ab­stim­mung bestimmt der Ver­samm­lungsleiter. Die Abstimmung muss schriftlich durchgeführt werden, wenn ein Drittel der anwesenden Mitglieder dieses beantragt.
(7)Zur Änderung der Satzung und des Ver­eins­zweckes ist eine Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen gültigen Stim­men erforderlich. Zur Auflösung des Ver­eins werden vier Fünf­tel der ab­ge­ge­be­nen gültigen Stimmen be­nötigt.
(8)Jedes Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor dem Tag der Mit­glie­der­ver­samm­lung beim Vorstand beantragen, dass weitere Angelegenheiten auf die Ta­gesordnung ge­setzt werden. Zu Be­ginn der Versammlung ist über die Er­gänzung der Tagesordnung ab­zu­stim­men. Zur Annahme des Antrages ist eine Mehrheit von drei Viertel der ab­ge­ge­be­nen gültigen Stimmen erforderlich. Satzungs­änderungen, die Auflösung des Vereins so­wie die Wahl und die Ab­be­rufung von Vor­standsmitgliedern können nur beschlossen werden, wenn die An­träge den Mitgliedern mit der Tages­ord­nung angekündigt worden sind.
(9)Der Vorstand kann jederzeit eine au­ßer­ordentliche Mitgliederversammlung ein­be­rufen. Diese muss einberufen werden, wenn das Interesse des Vereins es er­for­dert oder wenn die Einberufung von ei­nem Fünftel aller Mitglieder schriftlich un­ter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Vorstand verlangt wird. Für die außer­ordentliche Mit­gliederversammlung gelten die Abschnitte die­ses § 8 ent­sprech­end.

§ 9 Auflösung des Vereins

(1)Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit der in §8 (7) festgelegten Stimmenmehrheit be­schlos­sen werden. Sofern die Mit­glie­der­ver­sammlung nichts anderes beschließt, sind der Vor­sitzende und sein Stell­ver­treter gemeinsam ver­tretungsberechtigte Liquidatoren. Die vor­stehenden Vor­schrif­ten gelten entsprechend für den Fall, dass der Verein aus einem an­de­ren Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.
(2)Bei Auflösung des Vereins oder bei Weg­fall steuerbegünstigender Zwecke fällt das Ver­mögen des Vereins an die Stadt Nienburg, die es unmittelbar und aus­schließ­lich für ge­mein­nützige Zwecke im Sinne des § 2 dieser Satzung zu ver­wen­den hat.

Nienburg, den 22. Oktober 2014

gez. Werner Siemann, Vorsitzender

gez. Dr. Ralf Weghöft, Schriftführer

Der Verein zum Erhalt der Schei­ben­schie­ßen-Traditionen der Stadt Nienburg/Weser wur­de am 01.04.2003 errichtet.

Die in der Gründungsversammlung be­schlos­se­ne Satzung wurde zum 22.10.2014 um den § 2 (4) er­gänzt.