Scheibenschiessen
Offizier- u. Unteroffizier- Corps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg/Weser e.V.

Vorfreude auf Scheibenschießen 2021

Wie gerne hätten wir uns auch in diesem Jahr die Frage gestellt: Wer schießt die beste Zehn und wird Nienburger Scheibenkönig?

Bekanntermaßen sind aber durch die Corona-Pandemie Veranstaltungen wie das Nienburger Scheibenschießen bis zum 31.8.20 untersagt, so dass wir nach dem zweiten Weltkrieg bedauerlicherweise das erste Mal wieder auf die Durchführung unseres Nienburger Volksfestes verzichten müssen.

Noch im April – nach der Absage des Scheibenschießens durch die Stadt Nienburg – hatten wir die Hoffnung, vielleicht eine Ersatzveranstaltung im Spätsommer/Frühherbst durchführen zu können.

Da derzeit aber niemand seriös voraussagen kann, wie es im Bezug auf Volksfeste nach dem 31.8.20 weitergehen wird, haben wir uns schweren Herzen dazu entschlossen, die Vorfreude auf 2021 siegen zu lassen und auf eine Ersatzveranstaltung in diesem Jahr zu verzichten. Es ist uns schlichtweg nicht möglich, eine Veranstaltung wie das Nienburger Scheibenschießen Anfang September für einen bereits kurz darauf stattfindenden Zeitraum vernünftig und unter Berücksichtigung aller pandemiebedingten Vorgaben zu planen.

Insoweit steht natürlich weiterhin die Gesundheit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Festes an erster Stelle. Aber auch unabhängig davon wünschen wir uns stets ein Scheibenschießen, welches wir unbeschwert gemeinsam feiern können und dies ist in diesem Jahr angesichts der derzeitigen Situation – bei allem Für und Wider – leider nicht möglich.

Wir bitten um Verständnis und gehen sogleich über in den Modus „Vorfreude ist die schönste Freude“. Wir sind hoffnungsfroh, im Jahr 2021 vom 25. – 30.6. das Nienburger Scheibenschießen wieder in altbewährter Tradition mit Euch allen feiern zu können.

Wir kommen stärker wieder.

Scheibenschießen 2020 abgesagt

Mit großem Bedauern, aber natürlich auch Verständnis, hat die Blaue Garde die Entscheidung der Stadt Nienburg/Weser aufgenommen, das diesjährige Scheibenschießen in der Zeit vom 26.06.-01.07.2020 abzusagen. Nach den Gesprächen der Verantwortlichen aus Rat und Verwaltung unter Einbeziehung des Landkreises Nienburg und der Blauen Garde ist die Stadt als Ausrichter der Veranstaltung zu dieser Entscheidung gelangt.

Seit 1950 haben wir in der jüngeren Vergangenheit 70 Scheibenschießen am Montag nach Johanni in Nienburg ohne Unterbrechung gefeiert. Ein solches von der Bevölkerung getragenes Volksfest abzusagen, ist schmerzlich und fällt niemandem leicht.

Wir möchten dennoch den Blick nach vorne richten. Es wird auch eine Zeit nach dieser Pandemie geben. Nehmen wir eine Anleihe in unserer eigenen Historie: Auch im sogenannten Drei-Kaiser-Jahr 1888 wurde wegen der damaligen Trauer das Scheibenschießen auf den August des Jahres verlegt.

Sollte es die Gesamtsituation zulassen, so hoffen wir auf eine Ausrichtung unseres Nienburger Scheibenschießens 2020 in einem dann einmalig angepassten Format Ende August/Anfang September.

Aber auch für uns gilt: Die Gesundheit aller Teilnehmer des Scheibenschießens steht an absolut erster Stelle.

Wir halten Sie/Euch hier über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

Bitte bleiben Sie alle gesund und munter.

Neues Kommando

II. Capitän Jürgen Folk, I. Capitän Dr. Ralf Weghöft, Adjutant Heinz-Dieter Wolter (v.l.n.r.).

Am 28. August 2019 wurde Dr. Ralf Weghöft zum I. Capitän gewählt. Heinz-Dieter Wolter als neuer Adjutant berufen. Werner Siemann wurde zum Ehrencapitän ernannt.

Scheibenschießen 2019

Christian Rumpeltin ist Nienburger Scheibenkönig 2019

Christian Rumpeltin ist Nienburger Scheibenkönig 2019
Ein strahlender König: Christian Rumpeltin (rechts) hat den ersten Königstitel für das „Wählige Rott“ geholt.

Ein buntes Volksfest hat Nienburg mit dem diesjährigen Scheibenschießen gefeiert. Nicht nur am Montag war die Stadt gut besucht und die Stimmung ausgelassen. Auch an den anderen Festtagen haben viele Gäste mitgefeiert.

Höhepunkt des Programms war am Montagabend der Einzug der Ausmarschierer mit ihrem neuen König in die Nienburger Innenstadt. Doch die Menschen entlang der Straßen mussten Geduld beweisen: Der König ließ auf sich warten. Erst gegen 20 Uhr stand fest: Christian Rumpeltin vom „Wähligen Rott“ gab beim traditionellen Scheibenschießen den besten Schuss auf die Königsscheibe ab. „Ich freue mich riesig über die Königswürde“, sagte der neue Scheibenkönig bei der Proklamation am Tilly-Zelt auf dem Scheibenplatz. Er hat mit seinem Erfolg die erste Scheibe für das „Wählige Rott“ geholt. Bürgermeister Henning Onkes, der gemeinsam mit dem ersten Capitän Werner Siemann und dem Adjutanten Ralf Weghöft die Proklamation vorgenommen hatte, zeichnete den neuen Scheibenkönig mit der Königskette aus.

Zweitbester Schütze war Sebastian Meyer von der Corporalschaft Stefan Siemann, den dritten Platz belegte Wilfried Kahle von der Corporalschaft Ralf Bohnhorst. Bester auswärtiger Schütze war Jannik Ries aus Husum. Insgesamt sind 576 Ausmarschierer zum Scheibenplatz ausmarschiert.

Gemeinsam ging es dann am Abend zurück in die Altstadt allerdings deutlich bunter als noch am Vormittag. Einzelne Corporalschaften hatten wie in den Vorjahren die schwarzen Anzüge gegen lustige Verkleidung getauscht, wie zum Beispiel die Gruppe von Mirko Borchers, die sich als Asterix und Obelix verkleidete.

Los ging das Fest bereits am Freitag mit dem Probeausmarsch sowie dem Vergleichsschießen der Ortsteile und dem Schießen des Titels „König der Könige“, den der letztjährige Scheibenkönig Jan Klinger gewann. Der beste Schütze beim Schießen um den Stadtpokal, an dem 301 Schützinnen und Schützen teilgenommen hatten, war Carsten Dähn, vom Schießsportzentrum. Zweit- und Drittbeste Schützen waren Paulo Santos aus Erichshagen-Wölpe und Matthias Neumann von der „Blauen Garde“. Bei der Mannschaftswertung belegte den ersten Platz die „Blaue Garde“, vor Erichshagen-Wölpe und Holtorf.

Weiter ging das Spektakel am Samstag mit dem Pellkartoffelessen. Unter dem Motto „Matjes bis zum Zapfenstreich“ waren zahlreiche Besucher gekommen, um sich an der Open-Air Tafel den leckeren Emder Matjes schmecken zu lassen. Blaugardist Martin Kraum von der Pellkartoffelkommission zog ein positives Fazit. Denn die sommerlichen Temperaturen hatten für einen großen Zuspruch gesorgt. Für Musik und Unterhaltung sorgten Livemusiker die durch die Lange Straße und den Kirchplatz zogen und das Publikum mit ihrer Musik begeisterten.

Observanzversammlung 19.05.2019

Scheibenschießen in Nienburg mit neuem Corporal

Der I. Capitän Werner Siemann (links) verpflichtete als neuen Corporal Matthias Neumann.

Bei der traditionellen „Observanzmäßigen Versammlung“ informierte das Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien ihrem „Dienstherren“ der Stadt Nienburg über den Stand der Vorbereitungen für das diesjährige Scheibenschießen, das vom 28.Juni bis 3. Juli stattfindet.

Neben den Offizieren und Unteroffizieren nahmen an der Vorbereitungsversammlung auch Bürgermeister Henning Onkes, sowie der aktuelle Scheibenkönig Jan Klinger, Superintendent Martin Lechler, der Leiter der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg Frank Kreyenbohm und die Leiterin des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Stadt Nienburg Bianca Röhrig teil.

Mit einer Gedenkminute und einem Gebet durch Pastor Lechler, gedachten die Anwesenden an die verstorbenen Mitglieder Walter Jürgens und dem kürzlich verstorbenen Corporal Hartmut Waschke. „Wir trauen um einen uns engverbundenen Kameraden, der die Tradition des Scheibenschießens aktiv gelebt hat.“, waren sich die Anwesenden einig.

Bürgermeister Henning Onkes bedankte sich beim Kommando des Offiziers- und Unteroffizierscorps für die gute langjährige Zusammenarbeit. Außerdem sagte der Verwaltungschef, dass das soziale Miteinander bei dem Volksfest in der Stadt Nienburg nicht verloren gehen dürfte. Denn das Scheibenschießen sei ein Fest für alle Bürgerinnen und Bürger aller Gesellschaftsschichten.

Frank Kreyenbohm, der leitende Polizeidirektor der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg, gab bekannt, dass die Polizei das Scheibenschießen begleiten und Präsenz zeigen wird.

Musikalisch wurde die Zusammenkunft, die im Ratssaal stattfand, vom Trommler- und Pfeifercorps mit traditionellen Märschen begleitet.

(von links) Henning Onkes, Dr. Ralf Weghöft, Siegfried Koop, Rudolf Meyn, Jürgen Folk, Werner Siemann.

Neu aufgenommen als Corporal wurde Matthias Neumann. In das inaktive Corps wurden auf eigenen Wunsch beziehungsweise Erreichung der Altersgrenze Siegfried Koop und Rudolf Meyn versetzt. Capitän Werner Siemann bedankte sich bei beiden mit einem Blumenstrauß und jeweils einem Präsent.

Vom Kommando wurden zahlreiche Corporäle befördert (von links): Werner Siemann, Morten Borchers, Pierre Brahmstädt, Martin Fischer, Torsten Meyer, Andreas Kalusche, Thorsten Reinmold, Frank Brümmer, Peter Wesemann, Jürgen Folk, Henning Onkes, Dr. Ralf Weghöft.

Befördert wurden anlässlich der Observanzmäßigen Versammlung Thorsten Reinmold zum II. Pemierleutnant; Andreas Kalusche zum I. Secondeleutnant; Torsten Meyer zum II. Secondeleutnant; Peter Wesemann zum I. Feldwebel; Morten Borchers zum II. Feldwebel; Udo Bossmann zum I. Sergeant; Frank Brümmer zum II. Sergeant; Pierre Brahmstädt zum I. Gefreitencorporal und Martin Fischer zum II. Gefreitencorporal.

Das Scheibenschießen beginnt am Freitag, 28. Juni, mit dem Faßbieranstich und dem Vergleichsschießen der Ortsteile. Der zweite Festtag am 29. Juni beginnt mit einer Andacht in der Martinskirche, anschließend findet der Zapfenstreich mit dem beliebten Pellkartoffelessen statt. Am Sonntag, 30. Juni beginnt um 14 Uhr die Kinderbelustigung auf dem Scheibenplatz. Am Montag, 1. Juli findet der Ausmarsch zum Scheibenplatz mit dem Königsschießen statt.

Adjutant Dr. Ralf Weghöft gab bekannt, dass in der Stadt Nienburg zum zweiten Mal am Scheibenschießen-Montag ein Jugendkönig oder eine Jugendkönigin ausgeschossen wird. Alle Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren dürfen am Scheibenschießen teilnehmen. Die Jugendlichen treten zusammen mit den Kindern am Springbrunnen an, da sie ihre Meldekarte dort abgeben müssen. Zusammen mit dem Corporal d. R. Hans-Michael Hartmann marschieren die Jugendlichen dann am Ende des Zuges und scheren am Marktplatz aus. Von hier an nehmen die Jugendlichen am Zeremoniell der Erwachsenen teil.

Scheibenkönig 2018

Jan Klinger ist Nienburger Scheibenkönig 2018

Corporalschaft Gohla

Das Grinsen bekam die Corporalschaft von Christian Gohla am Montagabend gar nicht mehr von den Lippen. Jubelnd und singend haben die Männer Nienburgs neuen Scheibenkönig in die Stadt begleitet.

Dabei konnten es zunächst einige kaum fassen, dass der neue Würdenträger aus ihrem Reihen kommt: Der gerade einmal 22 Jahre alte Jan Klinger hat die beste Zehn geschossen und es damit allen gezeigt. Damit zählt der Holtorfer zu den jüngsten Königen, die es in der Geschichte des Scheibenschießens gegeben hat.

Doch nicht nur in der Königscorporalschaft ging es in diesem Jahr emotional zu. Bereits beim Ausmarsch war die Stimmung ausgelassen und fröhlich. Das Nieselwetter lächelten die Ausmarschierer einfache weg – auch ganz zur Freude der zahlreichen Zuschauer, die den Kompanien zuwinkten und ihnen viel Spaß auf dem Scheibenplatz wünschten. Viele blieben auch nach dem Umzug noch in der Innenstadt und machten sich in Gruppen einen schönen Vormittag, während die Männer und Gäste der Stadt auf dem Scheibenplatz den neuen König ermittelten.

Dass zum Nienburger Scheibenschießen jedoch mehr gehört als der Montag, wollten Stadt und das Unteroffiziers- und Offizierscorps – genannt „Blaue Garde“ – in diesem Jahr besonders hervorheben mit einigen Änderungen im Programm. Den Auftakt der „fünften Jahreszeit“ bildete das Vergleichsschießen der Ortsteile am Freitag, an dem auch der „König der Könige“ gefunden wurde. Rudolf Meyn entschied diesen Wettbewerb für sich. Ein besonderes Erlebnis für den Nienburger, der in diesem Jahr zum letzten Mal seine Corporalschaft anführte, da er im kommenden Jahr 70 Jahre alt wird und damit in das Inaktive Corps der „Blauen Garde“ wechselt.

Die beste Schützin war am Freitag Elke Blanke vom Bürgerschützenverein (BSV) Nienburg, gefolgt von Klaus Plumhoff vom Trommler und Pfeifercorps, drittbeste Schützin war Susanne Riedel vom BSV. Die Mannschaftswertung gewann die „Blaue Garde“.

Ein weiterer Höhepunkt war am Samstag das Matjes- und Pellkartoffelessen, das erstmals gemeinsam mit dem Zapfenstreich stattfand. Die Neuerung kam gut bei den Gästen an.

Für die musikalische Begleitung sorgten drei Live-Bands mit unterschiedlichen Musikrichtungen sowie die Spielmannszüge mit Platzkonzerten und Rundmärschen durch die Altstadt. Etwas leerer wurde es auf den Straßen, als das WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen das Team aus Schweden angepfiffen wurde. Gemeinsam haben die Besucher diesen Krimi auf dem Kirchplatz verfolgt – um anschließend dort weiter zu feiern. Mit dem traditionellen Trompetensignal vom Rathausturm klang der Zapfenstreich harmonisch aus.

587 Ausmarschierer waren schließlich am Montag dabei. Von vielen freundlichen Gesichtern wurden sie am Abend in der Stadt begrüßt – obwohl sie auf sich warten ließen. Lange hat es in diesem Jahr gedauert, bis der neue König feststand. Doch die Gäste entlang der Straßen warteten geduldig und erlebten schließlich einen bunten Festumzug. Mit all der Feierstimmung mischte sich aber auch etwa Wehmut: Neben Meyn ging auch Frank Brümmer zum letzten Mal als Corporal vor einer Gruppe vorne weg – und vor was für einer. Gleich vier Corporalschaften durfte Brümmer anführen, der im kommenden Jahr die Gästekorporalschaft betreut. Mit Pauken und Trompeten verabschiedete sich die Corporalschaft bei Udo Boßmann, da dieser künftig andere Aufgaben bei den Blaugardisten übernimmt. Zum Abschied wurde die Corporalschaft musikalisch von dem Musikzug „Leine Garde“ aus Neustadt begleitet.

Der Nachwuchs zielt ebenfalls gut. Erstmals wurde beim Nienburger Scheibenschießen auch ein Jugendkönig beziehungsweise eine Jugendkönigin gesucht. Den besten Schuss erzielte Edwin Kretschmer, der diesen Titel nun trägt. Er zog gemeinsam mit den Würdenträgern in die Innenstadt und wurde dort gefeiert. Bester Kinderschütze und damit Kinderkönig wurde Maurice Rosmaiti.

Observanzversammlung 27.05.2018

Tradition wird erneuert

Bernd Borchers erhält höchste Auszeichnung bei observanzmäßiger Versammlung

v.l.n.r. Dr. Ralf Weghöft, Bernd Borchers, Werner Siemann, Jürgen Folk

„Die Vorbereitungen für das Nienburger Scheibenschießen laufen auf Hochtouren“, erklärte der erste Capitän des Offiziers- und Unteroffzierscorps der Bürgerkompanien, Werner Siemann, anlässlich der observanzmäßigen Versammlung im Ratssaal. Neben den zahlreichen Corporälen waren auch Bürgermeister Henning Onkels sowie der Scheibenkönig von 2017, Thomas Feldmann, der Einladung des Kommandos gefolgt.

Ebenfalls der Einladung zu der Zusammenkunft im Rathaus waren auch Landrat Detlev Kohlmeier, Superintendent Martin Lechler, sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Cornelia Feske, sowie Bianca Röhrig, Bereichsleiterin des Fachdienstes Ordnung und Sicherheit bei der Stadt Nienburg, und Aribert Ebeling von der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg.

Henning Onkes ging in seiner Ansprache kurz auf die vorgesehenen Veränderungen in der Festfolge ein und sagte, dass die geplanten Änderungen eine Chance sein könne, das Volksfest noch attraktiver zu gestalten. Er bedankte sich gleichzeitig beim Kommando für die gute Zusammenarbeit.

Zu den Neuerungen in der Festfolge des Scheibenschießens, das vom 22. bis 27. Juni stattfindet, gehört unter anderem dass das beliebte Pellkartoffelessen erstmalig zusammen mit dem Zapfenstreich, am Sonnabend, ab 18 Uhr rund um das Rathaus und auf dem Kirchplatz stattfindet. Die kirchliche Andacht, die bereits zuvor um 17 Uhr in der Martinskirche gehalten wird, ist erstmalig als ökumenische Andacht von Superintendent Martin Lechler und dem katholischen Pfarrer Thomas Jung von der Katholischen St. Bernwards Gemeinde gestaltet.

Außerdem soll am Montag ein Jugendkönig ausgeschossen werden. Hieran können Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren teilnehmen. Der neue Jugendkönig erhält ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro, welches von den Corporälen Falk-Gerrit Treu, Stefan Siemann und Christian Gohla zur Verfügung gestellt wird.

Auch beim Kindernachmittag am Montag gibt es Änderungen: Ein „Schießkino“ feiert Premiere. Der Ausmarsch der Kinder zum Scheibenplatz findet ebenfalls am Montag statt. Hierzu treffen sich die Schüler um 7.45 Uhr am Stahnwall/Ecke Bisquitstraße um anschließend zum Scheibenplatz zu marschieren. Die jugendlichen Festteilnehmer werden am Rathaus in den Ausmarsch der Corporalschaften integriert.

Neu in das Offiziers- und Unteroffizierscorps aufgenommen wurden als Corporäle Carsten Bockelmann und Jörn Unger. Beiden wurde von Werner Siemann die Corpsschnalle ans Revers geheftet.

v.l.n.r. Carsten Bockelmann, Jörn Unger, Werner Siemann, Jürgen Folk

Mit dem Ehrenteller des Corps geehrt wurde der ehemalige zweite Capitän Karl-Heinz Meyer, der wegen Erreichung der Altersgrenze ins inaktive Corps versetzt worden ist. Werner Siemann würdigte die langjährigen Verdienste von Karl-Heinz Meyer um das Nienburger Scheibenschießen.

Mit der höchsten Auszeichnung die das Offiziers- und Unteroffiziers Corps vergibt – der Goldenen Corpsschnalle, wurde der zweite Capitän im Ruhestand Bernd Borchers geehrt. Der Geehrte hatte sich während seiner aktiven Dienstzeit im besonderen Maß für das Scheibenschießen engagiert. Bernd Borchers und seine Söhne, die ebenfalls dem Corps angehören, hatten für eine gelungene Überraschung gesorgt, denn Sie stifteten einen Sergeantendegen.

Von Werner Siemann wurden Uwe Meinecke (I. Premierleutnant), Dr. Ralf Weghöft (II. Premierleutnant), Siegfried Koop (II. Premierleutnant), Rudolf Meyn (I. Secondeleutnant), Thorsten Reinmold (II. Secondeleutnant), Andreas Kalusche (I. Feldwebel), Torsten Meyer (II.Feldwebel), Peter Wesemann (I. Sergeant), Morten Borchers (II. Sergeant), Udo Boßmann (I. Gefreitencorporal) und Frank Brümmer (II. Gefreitencorporal) befördert.

Text aus Tageszeitung: „blickpunkt“ vom Mittwoch 30.05.2018

Winterball 2018

„Gelungener Spagat zwischen Tradition und Moderne“

Blaue-Garde-Ball mit weit über 600 tanzfreudigen Gästen

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die TKW-Halle in Nienburg beim diesjährigen Blaue-Garde-Ball. Bereits zwei Wochen zuvor waren keine Eintrittskarten mehr zu bekommen. Erfreut stellte der I. Capitän des Offiziers- und Unteroffizierscorps der Bürgerkompanien Werner Siemann fest, dass der „Generationswechsel“ geglückt sei und der Ball auch von den jüngeren Mitbürgern wieder verstärkt angenommen wird.

Waren es 2009 noch 472 Ballgäste, so konnten die Ausrichter in diesem Jahr weit über 600 Gäste begrüßen, was nicht zuletzt auch den hochkarätigen Musikern geschuldet war. Mit Swing, Blues und Jazz vom Feinsten eröffnete das Björn Reinhard Quartett mit Lane D den musikalischen Reigen. Traditionell marschierte dann das Trommler- und Pfeifercorps mit der Blauen Garde ein, bevor die Free Steps aus Vechta den Gästen eine professionelle Bühnenshow boten. Für die Disco-Fans legte Tobias Metje vom TNT-Dj-Team auf und als Show-Einlage wirbelte die Tanzformation „Upgrade“ über die Tanzfläche. Werner Siemann: „Ein gelungener Spagat zwischen Tradition und Moderne.“

Text aus Tageszeitung: „blickpunkt“ vom Mittwoch 24.01.2018

Carsten Kuhlmann ist „König der Könige 2017“

Zweites Vergleichsschießen der Stadt und Ortsteile Nienburg

Der Einladung waren 55 Würdenträger gefolgt.

Carsten Kuhlmann ist der „König der Könige 2017“ der Stadt Nienburg und der Ortsteile.Beim zweiten Vergleichsschießen “kämpften“ die aktuellen und ehemaligen Würdenträger um die Königskette.

Gastgeber war in diesem Jahr die Bürgerkompanie Erichshagen-Wölpe. Eingeladen waren die Vertreter der Blauen Garde, der KKSV Langendamm und der Holtorfer Schießsport – und Schützenfestverein mit ihren Königen der vergangenen Jahre.

Nach einem Probeschießen auf den 100m Bahnen, welches nach den ortsüblichen Regularien des Schützenfestes durchgeführt wurde, stellten sich 49 Teilnehmer dem Wettbewerb.

Gegen 22.30 Uhr konnte der 1. Vorsitzende Tim Hauschildt die Siegerehrung vornehmen. Den ersten Platz belegte Carsten Kuhlmann, König in Erichshagen-Wölpe im Jahr 2012, gefolgt von Matthias Haase und Günter Riedemann, beide ebenfalls aus Erichshagen-Wölpe. Alle drei erhielten zur Erinnerung einen Anstecker mit Jahreszahl. Nachdem der Vorgänger von 2016 Klaus Goronczy die Königskette zurückgegeben hatte, konnte Carsten Kuhlmann diese schon einmal zur Probe anlegen. Die offizielle Übergabe der Königskette erfolgt im Rahmen des Winterballs der Blauen Garde am Samstag, den 20. Januar 2018 in der Leintorhalle TKW.

Die Gastgeber hatten für gutes Essen und ausreichend Getränke an diesem gelungenen Abend gesorgt. Neben einem regen Erfahrungsaustausch ließ man das eine oder andere Schützenfest bzw. Scheibenschießen Revue passieren. Im nächsten Jahr wird der KKSV Langendamm die Ausrichtung übernehmen. Als Termin wurde Freitag der 16. November 2018 festgelegt.

Thomas Feldmann ist Scheibenkönig 2017

Corporalschaft Wolter

Nach 21 Jahren hat es endlich mit dem Titel geklappt: Thomas Feldmann ist Nienburgs neuer Scheibenkönig. „Bei der Proklamation war ich wieder richtig aufgeregt, obwohl sich das nach dem Anfang gelegt hatte“, beschreibt er seine Gefühle.

Schießsport betreibt er seit 1996. Die letzten 20 Jahre – bis 2016 war er in der Corporalschaft von Peter Wesemann. Als dieser befördert wurde wechselte er in die Corporalschaft von Heinz-Dieter Wolter. Dort ist er nun im ersten Jahr gleich Scheibenkönig.

Beim Scheibenschießen 2011 war Feldmann bereits Dritter. „Ich habe noch nie richtig schlecht geschossen, aber dass Montag alles so gut funktioniert hat, war sehr überraschend“, gibt er zu.

Über den Tag hinweg hatte sich der Sieg mehr und mehr herauskristallisiert. „Mir war klar, dass meine Zehn gut ist. Trotzdem hätte sich bis zum Schluss noch etwas ändern können“, beschrieb Feldmann die Spannung der Situation. Den Rückmarsch konnte er dann allerdings ganz entspannt und glücklich antreten. Die Woche ist für die neue Majestät aber noch nicht vorbei: Feldmann nimmt das ganze Programm, wie zum Beispiel das Pellkartoffelessen mit und das Schützenfest in Lübbecke.

Zweitbester Schütze ist Franz Ringe Corporalschaft Ringe. Das drittbeste Ergebnis erzielte Dominique Graubohm von der Corporalschaft Siemann. Der beste auswärtige Schütze Christian Kriemelmeyer gehört der Corporalschaft Borchers an.

Bei den Kindern zielte am besten Calvin Woitschig und freute sich als neuer Kinderkönig gefolgt von Sandy-Lee Curtis und Edwin Kretschmer.

Observanzversammlung 21.05.2017

Goldene Corpsschnalle für zwei Mitglieder

Als neue Corporäle wurden Mirko Borchers und Michael Haller aufgenommen. Von links: Henning Onkes, Dr. Ralf Weghöft, Mirko Borchers, Michael Haller, Werner Siemann und Karl-Heinz Meyer (Neuer II. Capitän).

Zu traditionellen observanzmäßigen (Vorbereitungs-) Versammlung trafen sich die Offiziere und Unteroffiziere der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg im Ratssaal.

Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand der Ablauf des Scheibenschießens, das vom 23. bis 28. und am 30. Juni 2017stattfindet. Außerdem wurden langjährige Mitglieder des Corps für besondere Verdienste geehrt und befördert.

Werner Siemann, der I. Capitän, konnte neben den Kameraden auch einige Gäste willkommen heißen. Sein besonderer Willkommensgruß galt Bürgermeister Henning Onkes, sowie seiner Stellvertreterin Cornelia Feske, den letztjährigen Scheibenkönig Cord Dobberschütz, Bianca Röhrig vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadt Nienburg und Aribert Ebeling von der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg.

Henning Onkes würdigte in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit mit dem Offiziers- und Unteroffizierscorps der Bürgerkompanien. Der I. Capitän Siemann und die Teilnehmer der Versammlung gedachten in einer Totenehrung auch dem am 29. November 2016 verstorbenen Ehrencapitän Hinrich Rübenack sowie dem gestorbenen Kameraden Otto Müller (Trommler- und Pfeifercorps), dem I. Premiereleutnant Heinz Levetzow und dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt Nienburg, Rolf Warnecke.

Als neue Corporäle wurden Mirko Borchers und Michael Haller feierlich in das Corps aufgenommen. Wegen Erreichung der Altersgrenze wurde Dr. Harald Schneider in das inaktive Corps versetzt. Für besondere langjährige Verdienst um das Nienburger Scheibenschießen wurde Horst Rinne, der dem inaktiven Corps angehört, mit der Goldenen Corpsschnalle ausgezeichnet.

Die gleiche seltene Auszeichnung heftete Werner Siemann auch dem Adjutanten Dr. Ralf Weghöft an das Revers. In seiner Laudatio wies der I.Capitän daraufhin, dass Dr. Ralf Weghöft bereits seit 26 Jahren als Adjutant selbstlos tätig ist, die laufenden Geschäfte des Corps führt und verlässlich die Geschicke des Corps mitbestimmt. Mit der Ehrencorpsschnalle die ebenfalls eine hohe Auszeichnung ist, wurde der Stadtoberamtsrat im Ruhestand, Friedrich Decke, ausgezeichnet. Die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung bei der Stadt Nienburg und dem Corps wäre immer gut gewesen, sagte Werner Siemann.

Das Scheibenschießen beginnt am Freitag, 23. Juni, mit dem Fassanstich und dem Vergleichsschießen der Ortsteile, der Zapfenstreichabend findet am 24. Juni ab 18 Uhr, die Kinderbelustigung am 25. Juni und der Ausmarsch der Kinder- und Corporalschaften zum Scheibenplatz findet am 26. Juni statt. Mit dem Pellkartoffelessen am 30. Juni klingt das Scheibenschießen aus.

Befördert wurden:

II. Premiereleutnant Jürgen Folk zum I. Premiereleutnant,
I. Secondeleutnant Uwe Meinecke zum II. Premiereleutnant,
II. Secondeleutnant Dr. Ralf Weghöft zum I. Secondeleutnant,
I. Feldwebel Siegfried Koop zum I. Secondeleutnant,
II. Feldwebel Rudolph Meyn zum II. Secondeleutnant,
I. Sergeant Thorsten Reinmold zum I. Feldwebel,
II. Sergeant Andreas Kalusche zum II. Feldwebel,
I. Gefreitencorporal Torsten Meyer zum I. Sergeant,
II. Gefreitencorporal Peter Wesemann zum II. Sergeant,
Corporal Morten Borchers zum I. Gefreitencorporal
Corporal Udo Bossmann zum II. Gefreitencorporal.

Über 600 Gäste vergnügen sich in Nienburg beim Winterball 2017 der Blauen Garde

Immer größer, immer jünger

Was für ein beeindruckender Anblick beim Eröffnungstanz: Bei einem langsamen Walzer bewegen sich Paare mehrerer Generationen über das Parkett, die Fläche ist harmonisch bis ins jede Ecke gefüllt – besser konnte der traditionelle und wieder einmal ausverkaufte Winterball des Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg am Samstagabend nicht beginnen. „So voll war es beim ersten Lied noch nie aber trotzdem angenehm und schön“, meinte eine Mittfünfzigerin, die ihren Namen im Vorbeihuschen nicht preisgeben wollte.

In seiner vorherigen Ansprache hatte Werner Siemann, der 1. Capitän der Blauen Garde, nicht ohne Stolz die über 600 Gäste begrüßt – eine Besucherzahl, die es in der über 50-jährigen Geschichte der Veranstaltung zuletzt 2006 gegeben hatte. „Vor allem, dass so viele junge Menschen unter uns sind, ist erfreulich. Das ist unsere Zukunft!“ Zusammen mit seinem Adjutanten Dr. Ralf Weghöft hatte er nahezu alle mit einem freundlichen Händedruck oder einer Umarmung empfangen. Darunter waren Landrat Detlev Kohlmeier, Bürgermeister Henning Onkes, Superintendent Martin Lechler sowie die drei Ortsteilbürgermeister Cornelia Feske (Holtorf), Wilhelm Schlemermeyer (Langendamm) und Tim Hauschildt (Erichshagen-Wölpe).

Allein, dass sämtliche 580 Sitzplatzkarten an den 52 Tischen bereits vorab einen Abnehmer fanden, ließ keinen Zweifel an der Rekordmarke aufkommen. „Wir bewegen uns an der Kapazitätsgrenze“, kommentierte Stefan Siemann, der zusammen mit Falk Gerrit Treu und Heinz-Dieter Wolter wieder die Spitze der Ballkommission bildete, die für das Programm und die Organisation des größten Ereignisses dieser Art im Landkreis verantwortlich zeichnete. Nachdem im Vorjahr die jamaikanische Sängerin Ria Hamilton als Stargast verpflichtet wurde, glückte in diesem Jahr mit dem Auftritt von Elke Winter, bekannt aus dem Schmidt-Tivoli-Theater in Hamburg, in vielen Augen sogar noch eine Steigerung. Der Humor und. die Spontanität kamen beim Publikum bestens an. Die Travestiekünstlerin dürfte im Vorfeld ebenso eine Anziehungskraft ausgestrahlt haben, sodass es an der Abendkasse nur noch wenige Flaniertickets zu ergattern gab.

Keine Frage, der Blaue-Garde-Ball hat nach einem zwischenzeitlichen Tief ein Konzept gefunden, das sowohl Jung als auch Alt gefällt- und vor allem zusammenbringt. Dazu beigetragen haben dürfte der Einstieg von Benjamin Michaelis als Festwirt, denn gemessen an den Gästezahlen geht es seit einigen Jahren stetig aufwärts. Die spürbarste Frischzellenkur hatte die Veranstaltung dabei 2011, verpasst bekommen, als zum Beispiel auf die Disko in der Parketthalle der Leintorhalle verzichtet wurde, die mittlerweile als ein Fotostudio für professionelle Aufnahmen dient, und das Catering in Saalnähe angesiedelt wurde. Nicht zu vergessen: Die Band „FreeSteps“ aus Vechta ist seitdem ein fester Bestandteil. Ein Jahr später war der Drakenburger Discjockey Tobias Metje vom „TNT DJ-Team“, hinzugestoßen. Seit 1994 finden die Bälle in den Hallen des TKW statt. Begonnen hatte alles einst im alten „ Weserschlößchen“, im Holtorfer „Krügerhof“ und im Wesersaal, der mit seinen 300 Plätzen aber zu klein wurde.

Der Winterball bleibt trotz der Zunahme des jüngeren Publikums ein Ort der Tradition, der Einmarsch des Trommler- und Pfeifercorps sowie des Offizier- und Unteroffiziercorps, der Bürgerkompanien läutete den offiziellen Teil wie gewohnt ein. Die Verbundenheit der Blauen Garde mit den Ortsteilen spiegelte sich in der Ehrung für Klaus Goronczy aus Erichshagen-Wölpe wieder, der im Beisein von 600 Gästen die „Kette des Königs der Könige der Stadt Nienburg und der drei Ortsteile“ überreicht bekam. Er hatte sich bei einem Schießwettkampf unter 46 Teilnehmern durchgesetzt; seine Königswürde, die ihn zum Start berechtigte, lag im Übrigen bereits 46 Jahre zurück.

Bleibt zum Abschluss noch festzuhalten, wer gegen Mitternacht von seinem Hauptgewinn bei der Tombola mit 21 Preisen im Gesamtwert von 5000 Euro erfuhr: Jan-Philipp Kohrs aus Drakenburg gewann den Weber-Grill – der Sommer kann also kommen, der nächste Winterball aber auch ….

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 23.01.2017

Scheibenkönig 2016 ist Cord Dobberschütz

Trommler- und Pfeifercorps

“Wir haben das Feld von hinten aufgeräumt“, sagt Cord Dobberschütz lachend. Gleich beim ersten Schuss hat Dobberschütz getroffen. “Das habe ich gar nicht erwartet. Natürlich ist es auch Zufall“, erklärt die neue Majestät bescheiden. Seit mittlerweile 35 Jahren marschiert Nienburgs neuer Scheibenkönig mit – und fast genau so lange versuchte er sich beim Schießen. Vom Trommler- und Pfeifercorps ist er der erste Scheibenkönig.

Am Montagabend übernahm Bürgermeister Henning Onkes vor dem “Tilly-Zelt“ die Proklamation des neuen Königs. Damit löst Dobberschütz seinen Vorgänger Carsten Bockelmann ab.

Dienstag stand die Anbringung der Scheibe an. Dass dies inzwischen mehr als überfällig war, machte die alte Scheibe, die am Haus der Familie Dobberschütz befestigt ist, in den vergangenen Jahren überaus deutlich: “Die letzte Scheibe in der Familie hatte mein Großvater zwischen 1910 und 1914 erhalten“, sagte Dobberschütz. In den über 100 Jahren sei die nicht mehr ganz so neue Scheibe deshalb schon einige Male herunter gefallen.

Zweitbester Schütze ist Rolf Heidorn Corporalschaft Mahlmann. Das drittbeste Ergebnis erzielte Mathias Henking von der Corporalschaft Dr. Kraum. Der beste auswärtige Schütze Christof Bremer gehört der Corporalschaft Siemann an.

Bei den Kindern zielte Amy Jackson am besten und freute sich als neue Kinderkönigin. Zweiter wurde Tim Schwill gefolgt von Jesko Rosenkranz und Edwin Kretschmer.

Observanzversammlung 05.06.2016

Stehende Ovationen für Rolf Warnecke

Neue Fahne wurde präsentiert

v.l.n.r.: Henning Onkes, Christian Specht, Eduard Weber, Dr. Martin Kraum, Werner Siemann, Dr. Ralf Weghöft

Zu ihrer traditionellen ObservanzmäßigenVersammlung trafen sich die Offiziere und Unteroffiziere der Bürgerkompanie der Stadt Nienburg im Ratssaal, um sich unter anderem über die Vorbereitungen des Scheibenschießens 2016, das vom 24. Juni bis 1. Juli stattfindet, zu informieren.

Der I. Capitän Werner Siemann konnte neben den zahlreichen Kameraden besonders Bürgermeister Henning Onkes und dessen Stellvertreter Rolf Warnecke und Wilhelm Schlemermeyer sowie Superintendent Martin Lechler willkommen heißen. Außerdem nahmen als Gäste Polizeidirektor Frank Kreykenbohm und vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung Friedhelm Meyer-Leseberg und der letztjährige Scheibenkönig Carsten Bockelmann teil.

Onkes erklärte in seinem Statement, dass das Scheibenschießen in der Weserstadt eine lange Tradition habe. In diesem Zusammenhang bedankte sich das Stadtoberhaupt bei allen, die in den vergangenen Jahren dazu beigetragen haben, dass die Erfolgsgeschichte der fünften Jahreszeit fortgeführt werden kann. Lob und Anerkennung zollte der Bürgermeister gegenüber des Offiziers- und Unteroffizierscorps für die gute Zusammenarbeit. Es sei gelungen, dass sich die Ortsteile mit guter Beteiligung an dem Vergleichsschießen beteiligen.

Lechler wünschte sich in seinem Grußwort, dass möglichst viele Neubürger an dem Traditionsfest teilnehmen, damit diese somit in die Gemeinschaft aufgenommen würden. Kreykenbohm, der leitende Direktor der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, sicherte wie in den Vorjahren die Unterstützung der Polizei unter anderem bei den Umzügen zu.

Warnecke bedankte sich beim Offiziers- und Unteroffizierscorps für die guten Wünsche, die er während seiner Krankheit erhalten habe. Hierin würde sich die Kameradschaft widerspiegeln, die im Vordergrund bei den Offizieren und Unteroffizieren stehen würde. Abschließend gab er bekannt, dass er bei der kommenden Kommunalwahl nicht wieder kandidieren werde und verabschiedete sich aus diesem Kreis. Insgesamt habe er 25-mal an der Observanzmäßigen Versammlung teilgenommen und erhielt dafür stehende Ovationen von den Offizieren und Unteroffizieren.

Werner Siemann stellte den Offizieren und Unteroffizieren auch die vom Kommando neu angeschaffte Fahne vor, die mit finanzieller Unterstützung des Kameraden Heinz Levetzow angefertigt wurde. Diese soll beispielsweise bei auswärtigen Terminen wie bei der Teilnahme am Schützenfest in Lübbecke mitgeführt werden.

In das inaktive Corps wurde Hartmut Waschke wegen Erreichung der Altersgrenze versetzt. Der I. Capitän Siemann bedankte sich bei ihm, der auch von Juni 1989 bis Mai 2010 als Scheibengucker beim Königsschießen fungiert hatte und seit Mai 2011 Corporal war. Siemann und der II. Capitän Christian Specht und der Adjutant Dr. Ralf Weghöft bedankten sich mit einer Urkunde und einem Blumenpräsent bei Waschke für dessen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz für das Nienburger Scheibenschießen.

Siemann, sein Vertreter und der Adjutant haben als neue Corporale Eduard Weber und Dr. Martin Kraum verpflichtet.

Eine besondere Ehrung wurde Superintendent Martin Lechler bei der Versammlung zuteil, denn Siemann heftete dem Pastor, der dieses Mal das 20. Mal eine Andacht hält beim Scheibenschießen, die Ehrencorpsschnalle an das Revers. Siemann betonte bei der Übergabe, dass diese Auszeichnung erst zehn Personen erhalten haben für besondere Verdienste.

Karl-Heinz Meyer von der Pellkartoffelkommission gab bekannt, dass das beliebte Pellkartoffelessen am Freitag, 1. Juli, ab 18 Uhr auf der Langen Straße stattfindet. Traditionell musikalisch umrahmt wurde die Observanzmäßige Versammlung am Wochenende durch das Trommler- und Pfeifercorps.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Dienstag 07.06.2016

Viereinhalb Stunden Rock, Pop und Folk

Eberhard Bieber sang wieder beim Pfingstkonzert der Blauen Garde

Zelt schützte vor Regen und Kälte

Noch fünfeinhalb Wochen bis zum Nienburger Scheibenschießen. Pfingstsonntag gab es schon einmal einen kleinen Vorgeschmack: Traditionell lud die Blaue Garde zum Pfingstkonzert am Bürgermeister-Stahn-Wall. Das Konzert gilt als Auftakt des Scheibenschießens das in diesem Jahr vom 24. Juni bis 1. Juli stattfindet.

“Lay down Sally“ sang Sänger Eberhard Bieber den Eric-Clapton-Klassiker, dann wünschte er den Zuhörern viel Spaß bei dem wunderbaren Pfingstwetter und spielte den nächsten Clapton Hit “Promises“.

Spaß dürften die Zuhörer gehabt haben, immerhin spielte Bieber viereinhalb Stunden Rock, Pop und Folk- trotz des Wetters, das alles andere als wunderschön war.

Der Erfurter begeisterte bereits im vergangenen Jahr beim Pfingstkonzert. Da bestritt er ebenfalls allein das Konzert. Bieber, der Gesangslehrer an der Music Art School in Erfurt ist, begleitet sich selbst an der Gitarre. Kalter Wind, immer mal wieder Regen- und Hagelschauer: Das Wetter spielte, nicht mit. Doch Gastronom Benjamin Michaelis hatte wegen der unbeständigen Wetterlage vorgesorgt. Er ließ deshalb für das Konzert auf dem Ernst-Thoms-Platz ein Zelt aufbauen. Ein Heizstrahler sorgte darin für angenehmere Temperaturen.

1. Capitän Werner Siemann hieß in seiner Begrüßung die Gäste “in einem anderen Ambiente“ willkommen, und bedauerte, dass das Wetter nicht so mitspielt wie im letzten Jahr. Bieber habe im vergangenen Jahr schon tolle Musik gemacht, deshalb sei man wieder ins Gespräch gekommen – und er habe zugesagt.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Dienstag 17.05.2016

Rund 580 Gäste amüsierten sich beim Winterball 2016 bis in den frühen Morgen

„Alles tanzt Walzer“, forderte die Band „Free Steps“ aus Vechta zum Eröffnungstanz auf, und im Nu war die Tanzfläche voll, die Stimmung ausgelassen. Rund 580 gut gelaunte Gäste amüsierten sich Sonnabend beim ausverkauften Blaue-Garde-Ball. Das Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg hatte wieder zu seinem Winterball in die Leintorhalle des Turnklubs Weser (TKW) eingeladen. Bis in den frühen Morgen ging der Spaß.

Neele Boldt war begeistert. „Das ist die beste Party überhaupt“, schwärmte die gebürtige Rodewalderin. Sie begleitete ihre Schwester Freda und ihre bei Göttingen lebenden Eltern Doris und Werner Boldt zum größten Ball im Landkreis.

Werner Siemann, I. Capitän des Offizier- und Unteroffiziercorps, begrüßte die Gäste: Ich freue mich, dass so viele gekommen sind. Die TKW-Halle ist knackevoll.“ Unter den Gästen auch Nienburger Prominenz: Bürgermeister Henning Onkes, Langendamms Ortsbürgermeister Wilhelm Schlemermeyer, Scheibenkönig Carsten Bockelmann, Langendamms Scheibenkönig Hansi Vehrenkamp und Holtorfs Scheibenkönig Bernd Bade. Superintendent Martin Lechler hieß Siemann ebenfalls , willkommen und wies nebenbei darauf hin, dass der „oberste Kirchenfürst“ vor einigen Tagen 60 geworden ist.

Auch Georg Hennig feierte mit. „Du hast ein Herz für die Blaue Garde und den Winterball“, lobte Siemann den TKW-Chef. Siemann lobte auch die Ballkommission mit Stefan Siemann, Heinz-Dieter Wolter und Falk Gerrit Treu an der Spitze. Gemeinsam mit der Ballkommission und TKW-Angehörigen sei es gelungen, aus der Turnhalle einen Ballsaal zu machen. Die Decke war mit gelben, roten und blauen Bändern und Luftballons in den Stadtfarben verziert.

Georg Hennig war Tage zuvor ganz schön ins Schwitzen gekommen. Denn an die TKW-Halle ist angebaut worden. Eigentlich sollte der Anbau schon Weihnachten fertig sein, doch die Arbeiten verzögerten sich. „Freitag wurden noch mit Hochdruck Fliesen gelegt“, berichtete Hennig der Harke. „Gestern Abend fiel der Hammer.“

Als Stargast brachte die temperamentvolle jamaikische Sängerin Ria Hamilton mit bekannten Hits die Gäste einmal mehr in Stimmung. Stefan Siemann fühlte sich an Tina Turner erinnert – aber mit jamaikischem Flair. Ihm fiel angenehm auf, dass die Halle lange voll war, auch als die „Free Steps“ schon nicht mehr spielten – ein Zeichen, dass die Party gefiel. Bis 5 Uhr morgens hatte DJ Tobias Metje für Stimmung gesorgt. Einen weiteren Höhepunkt gab es nach Mitternacht. Zwei Glücksfeen zogen den Hauptpreis der Tombola: Einen Weber-Grill im Wert von 600 Euro gewann Katja Wesemann. Sechs Reisen nach Griechenland und Bulgarien wurden extra verlost.

Kein Winterball ohne Einmarsch des Trommler- und Pfeiffercorps und der Blauen Garde zur Begrüßung. Dann verkündete der I. Capitän sichtlich berührt einen Trauerfall: Bernd Bengen, seit 28 Jahren Mitglied der Blauen Garde, ist Freitagvormittag nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren gestorben. „Wir sind sehr, sehr traurig. Wir trauern um Bernd Bengen, der die Tradition des Scheibenschießens aufrecht erhalten hat“, sagte Siemann und bat um eine Schweigeminute. Plötzlich war es mucksmäuschen still im Saal.

„Er hätte gesagt, ihr sollt fröhlich feiern“, begründete Siemann, weshalb der Ball nicht abgeblasen wurde. Dafür hätten sich auch Bengens Frau Heidi und Sohn Dirk ausgesprochen, so Siemann. „Es fällt schwer, zur Tagesordnung zurückzukehren“, sagte er und wünschte trotz allem einen schönen Winterball.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 18.01.2016

Scheibenkönig 2015 ist Carsten Bockelmann

569 Ausmarschierer, 140 Musiker und 310 Kinder dabei

Kinderkönig ist Enrico Krüger

Es war ein Schuss, der selbst Carsten Bockelmann überraschte. „So ein Treffer gelingt einem nur ein Mal im Leben, zumal ich eigentlich gar nicht so genau schießen kann“, erklärt der neue Nienburger Scheibenkönig. Auf die Zehn hatte er gezielt und nach einem Randtreffer im ersten Schuss im zweiten Versuch genau in die kleine weiße Mitte getroffen. „Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Zwar nimmt man natürlich an einem Schießen teil, um zu gewinnen. Aber man ist auch vorher sehr nervös“, gesteht der 46-Jährige, allerdings habe er niemals bewusst versucht, König zu werden. „Man legt ja eigentlich auf die Zehn an und weiß, dass der Schuss vorbeigeht“, zeigt sich Bockelmann überrascht.

Zumal der 46 Jahre alte Maurer- und Betonmeister eigentlich noch ein Neuling beim Scheibenschießen ist. „Ich wurde im vergangenen Jahr erstmals überredet, beim Ausmarsch mitzulaufen und beim Schießen teilzunehmen und bin quasi noch ein Frischling“, erinnert sich Bockelmann.

Doch nicht nur für Bockelmann ist der Titel eine neue Erfahrung, sondern auch für seine Corporalschaft Brümmer. „Die hat noch nie den König gestellt und waren alle hellauf begeistert und haben gleich nach dem Schuss gesagt, dass wir uns am Dienstag in meinem Garten treffen“, erinnert sich Bockelmann.

Das Schießen ist dem 46-Jährigen nicht ganz fern, in seiner Freizeit spielt er Eishockey. „Da gibt es dann aber ein bisschen mehr Geschubse“, sagt Bockelmann mit einem Lachen. Im nächsten Jahr will er wieder am Schießen teilnehmen. „Vielleicht klappt es dann ja wieder mit so einem Schuss“, sagt der 46-Jährige mit einem Lächeln.

Observanzversammlung 31.05.2015

Ehrencorpsschnalle für den Bürgermeister

Horst Müller scheidet aus dem aktiven Dienst aus

Christian Gohla wird neuer Corporal

v.l.n.r.: Henning Onkes, Werner Siemann, Christian Gohla, Dr. Ralf Weghöft, Christian Specht

In der observanzmäßigen Versammlung des Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg wird die Stadt Nienburg in jedem Jahr über den Stand der Vorbereitungen zum traditionellen Scheibenschießen informiert. Im Ratssaal im Rathaus der Stadt stimmte das Trommler- und Pfeifercorps mit Tambourmajor Axel Brockmann 48 von 61 Mitgliedern des Corps und Gäste auf das traditionelle Volksfest ein.

I. Capitän Werner Siemann lobte in seiner Begrüßung die Pellkartoffelkommission, die im Vorfeld dieser Veranstaltung auf dem Marktplatz zu Fischbrötchen eingeladen hatte. „Sie lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen.“ Bürgermeister Henning Onkes war mit seinen drei Stellvertretern Rolf Warnecke, Wilhelm Schlemermeyer und Hedda Freese gekommen. Bürgercapitän Siemann freute sich, dass Rolf Warnecke wieder dabei war. „Er hat ein großes Herz für das Nienburger Scheibenschießen.“ Zugleich bedankte sich Siemann bei der Stadt für die gute Zusammenarbeit.

Bürgermeister Onkes betonte das dass Scheibenschießen ein Höhepunkt im Jahreskalender der Stadt sei. „Als guter Gastgeber werden wir wieder Gäste aus Nienburg/Saale zum Scheibenschießen empfangen.“

Superintendent Martin Lechler freute sich, dass es bald wieder losgehe, und lud zum Gottesdienst am Samstag, 27. Juni, um 17 Uhr in St. Martin ein.

Frank Kreykenbohm, leitender Polizeidirektor, sprach von einem ruhigen Verlauf des Scheibenschießens im WM-Jahr 2014, nur eine Körperverletzung sei zu vermelden gewesen. „Wir sind auch in diesem Jahrgut vorbereitet“.

Zum ersten Mal war auch Landrat Detlev Kohlmeier im Ratssaal: „Ich bin gespannt, was mich erwartet, Scheibenschießen ist in Nienburg eine Veranstaltung mit langer Tradition, dazu wünsche ich ein gutes Gelinge“.

Adjutant Dr. Ralf Weghöft blickte in einem Vortrag auf die Geschichte des Nienburger Scheibenschießens in den Jahren 1938 bis 1950 zurück. Das Kommando bildete 1938 August Könnecke, Friedrich Thorns und Friedrich Facompre der als einziger Adjutant bisher auch Scheibenkönig war. Am Kriegsende waren in der Bürgerkompanie nur noch 21 Mitglieder. Hans Mohn war nach dem Krieg 1950 der erste König.

Neu verpflichtet wurde Corporal Christian Gohla durch I. Capitän Werner Siemann, er heftete ihm die Corpsschnalle ans Revers.

Secondeleutnant Horst Müller, 1983 aufgenommen, 1986 errang er mit derbesten Zehn die Königswürde, hat er das 70. Lebensjahr vollendet. Nach Satzung wurde er in das inaktive Corps versetzt. Siemann dankte mit Urkunde, Ehrenzinnteller des Corps und einem Blumenstrauß.

Die Ehrencorpsschnalle bekam Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes. Bürgercapitän Werner Siemann dazu: „Henning Onkes hat vor nunmehr 25 Jahren 1990 erstmals als Ausmarschierer am Nienburger Scheibenschießen teilgenommen. Neu in Nienburg angekommen, stellte er sich der Bürgerpflicht. Sein damaliges Schießergebnis lautete: Fahrkarte – Fahrkarte – Vier. 1992 steigerte er sein Schießergebnis Fahrkarte – Fahrkarte – Zehn.“ In seinem nunmehr 25-jährigen Engagement zeige Onkes: seine enge Verbundenheit zu den Traditionen seiner Wahlheimat Nienburg. Dieses gilt besonders seit dem Jahr 2006, seit dem sei Henning Onkes als Bürgermeister zugleich höchster Vorgesetzter der Nienbunger Bürgerkompanien. Dieses verleitete ihn im Jahr 2013 zu der Äußerung: Er fühle sich im Corps aufgenommen und sei hier angekommen. Henning Onkes bekenne sich unumwunden zum Scheibenschießen und habe sich um dieses Volksfest verdient gemacht. Um ein solches Engagement zu ehren, hat der damalige Bürgercapitän Herbert Wömpner diese Auszeichnung im Jahr 1986 gestiftet. Dem Bürgermeister Henning Onkes wurde als zehnte Person diese Ehrung zuteil.

Folgende Beförderungen wurden ausgesprochen: Uwe Meinecke zum I. Secondeleutnant, Dr. Ralf Weghöft zum II. Secondeleutnant (diensttuender Adjutant), Karl-Heinz Meyer zum II. Secondeleutnant, Siegfried Koop zum I. Feldwebel, Rudolf Meyn zum II. Feldwebel, Thorsten Reinmold zum I. Sergeant, Andreas Kalusche zum II. Sergeant, Torsten Meyer zum I. Gefreitencorporal, Peter Wesemann zum II. Gefreitencorporal.

Mit dem Dank für die Gastfreundschaft an Bürgermeister Onkes und Stadtoberamtsrat Friedrich Decke für die gute Organisation und einem besonderen Dank an Marc Fortmann und Franziska Hassel, den städtischen Organisatoren, schloss Bürgercapitän Werner Siemann die Versammlung.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Dienstag 02.06.2015

Gäste aus Las Cruces brachten die Sonne mit zum Pfingstkonzert 2015

Erst sang Eberhard Bieber Neal Youngs Klassiker „Heart of Gold“, dann den schnelleren Beatle-Song „All my loving“ – und die rund 200 Zuhörer gingen begeistert mit. Viereinhalb Stunden spielte Bieber Sonntag beim Pfingstkonzert auf dem Bürgermeister-Stahn-Wall Oldies, Rock und Pop. Als Solist begleitete er sich mit der Gitarre, gab den Liedern seine ganz eigene Interpretation. Seit vier Jahren veranstaltet die Blaue Garde das Pfingstkonzert auf dem Ernst-Thomas-Platz am Stahn-Wall und lockt seitdem immer mehr Zuhörer an. „Das ist ein schöner Auftakt fürs Scheibenschießen“, sagte Bürgercapitän Werner Siemann. Unter den Zuschauern auch der 34 Personen starke Chor der New Mexico State University aus Nienburgs Partnerstadt Las Cruces. Sonne, keine Wolke am Himmel. „Die Amerikaner haben das schöne Wetter mitgebracht“, sagte Bürgermeister Henning Onkes in seiner Begrüßung. Bekanntlich ist es in Las Cruces meist sonnig – allerdings erheblich wärmer. Onkes dankte Hedda Freese, Vorsitzende des Freundeskreises Las Cruces Nienburg, die seit vielen Jahren die Verbindung aufrecht hält und dafür sorgt, dass die Gäste bei Nienburger Familien unterkommen. „Super. 34 Amerikaner bei Familien unterzubringen ist nicht ganz einfach“, so Onkes. „Lay Down Sally“ sang nun Bieber, gefolgt von Slades „Faraway“. Der Chor aus Las Cruces hörte noch beide Songs. Dann brachen die Amerikaner auf zum Rundgang durch die Altstadt.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Dienstag 26.05.2015

Rund 580 Gäste beim Winterball 2015

Tanz bis in den Morgen

„Dancing Queen“, sangen die „Free Steps“ den schwungvollen Abba-Hit – und schon war die Tanzfläche gefüllt. Gute Laune, ausgelassene Stimmung: Rund 580 Gäste amüsierten sich Sonnabend auf dem „Blaue-Garde-Ball“ in der Leintorhalle des Turnklubs Weser (TKW) bis in den frühen Morgen.

Das Offizier- und Unteroffizier-Corps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg hatte wieder zu dem traditionellen Winterball, so die offizielle Bezeichnung, eingeladen. Erst der Sekt-Empfang bei Blasmusik, dann der Einmarsch des Trommler- und Pfeiffer-Corps und des Offizier- und Unteroffizier-Corps der Bürgerkompanien. „Das ist keine Halle mehr, das ist ein Ballsaal“, schwärmte, I. Capitän Werner Siemann. „Mein Dank an die Ballkommisson. Sie hat gute Arbeit geleistet.“ Stefan Siemann und seine zehn Mann starke Ballkommission hatten die Turnhalle festlich geschmückt. Blaue, rote und gelbe Tücher in den Stadtfarben hingen auch dieses Mal wieder unter der Hallendecke.

Noch an der Abendkasse wurden etliche Karten verkauft. Flanierkarten nennt die Blaue Garde sie, denn die späten Gäste haben keinen festen Platz. Unter den späten Gästen waren auch Volleyballerinnen des VC Nienburg, die ihren gerade errungenen 3:2-Sieg in der zweiten Bundesliga feierten.

Nienburgs Scheibenkönig Jürgen Reimann aus Erichshagen-Wölpe zählte ebenso zu den Gästen wie Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes und der CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann aus Wendenborstel. An einer Wand hingen diesesmal nicht die Fahnen der Partnerstädte, sondern die Fahnen von Holtorf, Erichshagen und Langendamm. „Ein Hinweis darauf, dass wir mit den Ortsteilen sehr gut zusammenarbeiten“, sagte Siemann und begrüßte sogleich Holtorfs Ortsbürgermeisterin Cornelia Feske und Langendamms Ortsbürgermeister Wilhelm Schlemermeyer. Auch das Lübbecker Bürgerschützen-Bataillon hieß Siemann willkommen. Seit mittlerweile sieben Jahren währt die Freundschaft zwischen der Blauen Garde, der Stadt Nienburg und der Stadt Lübbecke und dem Bürgerschützen-Bataillon.

Dann ein bewegender Moment für den TKW-Vorsitzenden Georg Henning. Siemann verlieh dem 52-Jährigen die Ehrencorpsschnalle des Offizier-und Unteroffizierscorps – eine Würdigung seiner Verdienste um die Blaue Garde und das Scheibenschießen. Erst achtmal wurde die vom ehemaligen Bürgercapitän Herbert Wömpner gestiftete Ehrenschnalle seit 1986 verliehen.

Henning ist seit 2001 Ratsherr der Stadt Nienburg. „In dieser Eigengenschaft – und auch schon zuvor – habe er sich uneigennützig für die Bewahrung der Traditionen des Nienburger Scheibenschießens eingesetzt“, sagte Siemann vor den 500 Ballgästen, die sich von ihren Plätzen erhoben hatten.

In seiner Funktion als Vorsitzender des Turnklubs Weser habe sich Hennig für das gemeinsame Auftreten des Sportvereins und der Bürgercompamen zu verschiedenen Veranstaltungen in der Öffentlichkeit engagiert. „Diese gilt insbesondere für den Blaue-Garde-Ball und das traditionelle Pfingstkonzert.“

Die Ehrencorpsschnalle gehe an einen Mann, der sie verdient hat, sagte Siemann und ging auf Hennigs Verkehrsunfall vor 30 Jahren am 17. Januar 1984 ein, der dessen Leben veränderte. Er ist seitdem querschnittsgelähmt. „Er hat sich nicht verdrießen lassen, hat seinen Lebensmut nicht verloren und ist fröhlich, und gesellig geblieben“, sagte Siemann. Georg Hennig war ganz gerührt. Für ihn kam die Ehrung völlig überraschend. Der Harke sagte er anschließend: „Als ich heute Morgen aufstand, war es für mich ein ganz normaler Tag. Es ist selbstverständlich, was ich mache.“

Kurz nach Mitternacht ein weiterer Höhepunkt: die Ziehung der Tombolagewinner. 28 begehrte Preise waren zu vergeben. Drei Volleyballerinnen zogen als Glücksfee die Gewinner. Darunter auch die Amerikanerin Julie Mota. So sehr sie sich auch bemühte, die Zahlen auf Deutsch anzusagen, ihr amerikanischer Akzent war nicht zu überhören. Doch das machte die Sache nur noch interessanter. Nach zwölf Minuten stand die Hauptgewinnerin fest. Der Hauptpreis ging dieses Mal nach Oldenburg: Ines Iwan gewann den Media-Markt-Gutschein im Wert von 500 Euro.

Kein Blaue-Garde-Ball ohne Spaß und Unterhaltung. Dafür sorgte der Komiker Gabor Fabian. Eigentlich brauchte die Band nur bis 2 Uhr zu spielen. Doch die Tanzfläche wurde und wurde nicht leerer. Schließlich spielte sie bis 3 Uhr, bis das TNT-DJ-Team die „Free Steps“ mit Musik aus der Konserve ablöste. Es spielte den allerletzten Song erst kurz vor fünf Uhr.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 19.01.2015

Scheibenkönig 2014 ist Jürgen Reimann

Corporalschaft Mahlmann

569 Ausmarschierer dabei / Mervan Özkan ist Kinderkönig

Wenn am Montag nach dem Johanni-Tag (24. Juni) morgens schwungvolle, zackige Märsche und stimmungsvollen Melodien aus Nienburgs historischer Altstadt klingen, dann ist es wieder soweit: Der große Ausmarsch zum Scheibenplatz anlässlich des Nienburger Scheibenschießens steht an. Pünktlich zum Fahnenausmarsch schickte die Sonne ihre Strahlen auf den Marktplatz. In diesem Jahr wurde neben der deutschen Nationalhymne auch die britische intoniert. Aus gutem Grund, denn auf Einladung der Bürgerkompanien nahm die „Band of the Royal Armoured Corps“ teil. Eine echte Bereicherung, denn die britischen Armee-Musiker lieferten mit ihren Beiträgen und Platzkonzerten eine glanzvolle Leistung ab.

Pünktlich um 9 Uhr setzte sich der Ausmarsch in Bewegung. Auf dem Scheibenplatz angekommen, begrüßte der 1. Capitän Werner Siemann alle Ausmarschierer. Er lobte die große Zahl an Teilnehmern. „Ein herrliches Bild, was wir hier sehen. Zwei Dinge sind wichtig: die Fußball-WM und das Wetter. Wir sind trocken angekommen auf dem Scheibenplatz“, freute sich der Bürgercapitän. Großen Dank sprach Werner Siemann an die vielen Helfer und Organisatoren aus: „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich so viele Menschen für das Scheibenschießen engagieren“. Namentlich erwähnte Werner Siemann Marc Fortmann und Franziska Hassel von der Stadtverwaltung.

Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes freute sich ebenfalls über die große Resonanz. Mit einem Augenzwinkern übergab Onkes die „Wetterverantwortlichkeit“ an seinen Vorredner. „Bis hierhin war ich für das Wetter verantwortlich, nun übernimmt der Sonnencapitän Werner Siemann“ , kokettierte Onkes.

Nach dem Verlesen der Verordnung durch den Adjutanten Dr. Ralf Weghöft dauerte es nicht mehr lange bis zum ersten Schießen, um den Nachfolger von Torsten Pottratz zu ermitteln. Gegen 19 Uhr wurde das Geheimnis gelüftet: Neuer Scheibenkönig ist Jürgen Reimann aus Erichshagen. Er gehört zur Corporalschaft Mahlmann. Auf den Plätzen folgten Eduard Kopietz von der Corporalschaft Rudolph und Stefan Marquardt von der Corporalschaft Brümmer. Bester auswärtiger Schütze ist Jason Rowe aus Sydney. 483 der 569 Ausmarschierer hatten mitgeschossen, 200 Musiker sorgten für Stimmung und Gleichschritt.

Kinderkönig 2014 ist Mervan Özkan. Er gewann das Kinderschießen, an dem rund 230 Schüler teilgenommen hatten, vor Melana Bähr, Lauritz Hillmann.

Observanzversammlung 18.05.2014

Vorbereitungen Scheibenschiessen 2014

Änderungen im Festprogramm!

v.l.n.r.: Werner Siemann, Johannes Krosing, Carsten Bälkow, Christian Specht, Henning Onkes, Dr. Ralf Weghöft

Die Vorbereitung für das traditionelle Nienburger Scheibenschießen, das in diesem Jahr vom 27. Juni bis 04. Juli stattfindet laufen auf vollen Touren. Ein untrügliches Zeichen, dass Nienburgs traditionelles Großereignis vor der Tür steht, ist die Observanzmäßige Versammlung im Rathaussaal der Kreisstadt. Als Gäste begrüßte der I. Capitän des Offiziers- und Unteroffiziers Corps, Werner Siemann, besonders den Ehrencapitän Hinrich Rübenack, den Nienburger Polizeichef Frank Kreykenbohm und Bürgermeister Henning Onkes. Siemann bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei dem Vertreter der Polizei für die alljährliche Unterstützung der Ordnungshüter, die unter anderem mit dazu beitragen, dass das Scheibenschießen ein friedliches Fest ist. Der letztjährige Scheibenkönig Torsten Pottratz und der stellvertretende Bürgermeister Rolf Warnecke ließen sich krankheitsbedingt entschuldigen.

Henning Onkes erklärte in seinem Grußwort, dass das Scheibenschießen das beliebteste Volksfest für die Bürger der Stadt Nienburg sei. Außerdem bedankte sich der Bürgermeister bei allen Anwesenden der Versammlung, die sich ehrenamtlich für Nienburgs „Fünfte Jahreszeit“ engagieren. Werner Siemann wies noch einmal auf die Veränderung hin. So findet das Pellkartoffelessen erstmalig am Freitag, 4. Juli, ab 18 Uhr statt.

Am Zapfenstreich wirkt in diesem Jahr neben den Musikkapellen und Spielmannszügen auch das bekannte Blasorchester „Bückeburger Jäger“ mit. Beim Ausmarsch wird nach mehrjähriger Pause erstmals wieder eine britische Militärkapelle ‚The Band of the Royal Amoured Corps‘ teilnehmen. Sie werden die allseits bekannten roten Uniformen der britischen Truppen tragen.

Als neue Corporäle wurden der Versicherungskaufmann Carsten Bälkow und der Arzt Johannes Krosing in das Offiziers- und Unteroffiziers Corps aufgenommen. In das inaktive Corps wurden die Corporäle Wilfried Schnauer und Hans-Michael Hartmann versetzt. Torsten Meyer der mehr als zehn Jahre als verantwortlicher Corporal für den Kindernachmittag fungierte gab seinen Posten ab. Sein Nachfolger ist Martin Fischer. Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Werner Siemann bei Franz Fischer jun., der seit zehn Jahren als Rottmeister tätig ist. Andreas Kalusche wurde vom Kommando zum I. Gefreitencorporal und Torsten Meyer zum II. Gefreitencorporal befördert.

Eine besondere Auszeichnung bekam bei der vorbereitenden Versammlung für das Scheibenschießen Otto Müller. Er wurde mit der Ehrencorpsschnalle, einer Urkunde und einem Blumenstrauß geehrt. Otto Müller ist seit 50 Jahren als Flötist im Trommler- und Pfeifercorps aktiv und hat fürs Scheibenschießen eigene Märsche und Musikstücke geschrieben.

Nienburgs großer Winterball 2014

575 feierten

Blaue – Garde – Ball-Organisatoren „überwältigt von der Resonanz“

„Wir sind überwältigt von der Resonanz“, mit diesen Worten begrüßte Capitän Werner Siemann am Samstagabend die Gäste des Blaue – Garde-Balls in der Nienburger Leintorhalle. Waren es im Vorjahr rund 500 Gäste, so hatten die Veranstalter dieses Mal noch „zugelegt“ und insgesamt 575 Karten verkauft. „Jetzt wird es zwar etwas eng, aber wir wollten auch niemandem absagen“, so Siemann.

Auf der Tanzfläche in der festlich dekorierten Leintor-Sporthalle drängten sich denn auch schon beim Eröffnungswalzer die Ballgäste, unter ihnen etliche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Erstmals unter den Ballbesuchern zeigte sich Bundestagsabgeordneter Maik Beermann, allerdings allein, da seine Frau derzeit ein Kind erwartet, wie Siemann den Zuhörern verriet.

Die zehn Mitglieder starke Showband „Free Steps“ aus Vechta wechselte sich ab mit dem TNT-Discjockey-Team.

Eröffnet hatten „Nienburgs größten Winterball“ die Musiker der Blaskapelle „Die Steyerberger“. Nach der persönlichen Begrüßung aller Gäste durch Siemann und Adjutant Dr. Ralf Weghöft, der seinen Geburtstag anschließend auf der Tanzfläche verbrachte, zog das Trommler- und Pfeifercorps ein. Alle Corpsmitglieder sämtlich in ihren blauen Uniformen, so nahmen die Offiziere und Unteroffiziere der Bürgerkompanien Haltung an.

Um Mitternacht ging es an die Ziehung der Tombola-Preise. Zahlreiche Sponsoren hatten dafür gesorgt, dass insgesamt Gewinne im Wert von über 2500 Euro ausgeschüttet wurden. Der erste Preis, ein Warengutschein über 500 Euro von einem örtlichen Elektronik-Fachmarkt ging an Sabine Schroeder, Leiterin der Berufsbildenden Schulen. Zwischendurch mixte Grischa Willrich, mehrfacher deutscher und internationaler Meister im Cocktail-Showmixen, mitten auf der Tanzfläche leckere Cocktails beziehungsweise jonglierte mit dem Zubehör. „Das war ein toller Auftritt“, fand nicht nur Stefan Siemann, Vorsitzender der Ballkommission der Blauen Garde. Überhaupt zeigte er sich im Anschluss sehr zufrieden: „Die Stimmung war gut und ausgelassen“. Die Organisatoren seien „sehr, sehr zufrieden“, dass sie erneut einen Ball für alle Altersgruppen auf die Beine gestellt hatten. Denn von 18 bis 80 Jahre war in dieser Nacht alles vertreten auf der Tanzfläche. „Unsere Rabatte für komplett gebuchte Zehner-Tische haben sich bewährt“, sagte Siemann, ebenso wie die Nachlässe für Schüler, Azubis und Studenten.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 20.01.2014

Torsten Pottratz ist Scheibenkönig 2013

Corporalschaft Bossmann

Scheibenkönig 2013

Am Scheibenschießenmontag lag bis zum Abend Hartmut Waschke in Führung. Dann trat Torsten Pottratz von der Corporalschaft Bossmann in den Schießstand. Getreu dem Motto „der König schießt zuletzt“, legte der 52-Jährige an und traf! „Ich wusste gleich dass es ein guter Schuss war“ erzählte der frisch gekürte Nienburger Scheibenkönig. Dass er damit tatsächlich den begehrten Titel erreichte realisierte er allerdings erst als das Trommler- und Pfeiffercorps ihn in alter Tradition zur Proklamation abholte. „Es war eine riesige Freude“ schilderte Torsten Pottratz den Augenblick. Seit Jahren nimmt der Nienburger als Mitglied der Blauen Garde am Scheibenschießen teil. Den Stadtpokal gewann er vor einigen Jahren bereits, zum Scheibenkönig fehlte bisher aber immer das nötige Glück. Trotz des festen Ziels „Scheibenkönig“ hatte er ganz bewusst vorher nicht die Hecke geschnitten oder den Rasen rund um das Eigenheim in der Alpheide gemäht. Insider bestätigen dass dies aber am Dienstagmorgen nachgeholt wurde. Als Scheibenkönig will Torsten Pottratz im kommenden Jahr so viel Veranstaltungen besuchen, wie es ihm sein Beruf als Prozesstrainer erlaubt.

Observanzversammlung 26.05.2013

Vorbereitungen Scheibenschiessen 2013

Änderungen im Festprogramm!

v.l.n.r.: Henning Onkes, Dr. Ralf Weghöft, Falk-Gerrit Treu, Florian Olbrich, Thorsten Nadelsdiek, Werner Siemann, Christian Specht

Einer der kulturellen Höhepunkte in Nienburg ist das große Scheibenschiessen, das in diesem Jahr von Freitag, 28.Juni bis Mittwoch, 3. Juli, gefeiert wird. Über den derzeitigen Stand der Vorbereitungen informierte das Kommando des Offiziers- und Unteroffizierscorps der Bürgerkompanien bei der Observanzmäßigen Versammlung seinen Dienstherrn.

In diesem Jahr findet der beliebte Zapfenstreich erstmalig am Samstag (29. Juni) statt. Bereits um 17.00 Uhr beginnt die Andacht in der Martinskirche. Für die musikalische Unterhaltung in der Innenstadt und am Rathaus sorgen an diesem Abend mehrere Spielmannzüge und das Trommler- und Pfeiffercorps. Um 23 Uhr wird dann das traditionelle Trompetensignal vom Rathausturm erklingen. Die Kinderbelustigung, die bisher immer Samstagnachmittag auf dem Scheibenplatz durchgeführt wurde, findet nun am Sonntag, 30. Juni im Rahmen eines Familientages auf dem Scheibenplatz statt. Die Festfolge am Scheibenschiessen Montag bleibt unverändert. Wie immer klingt dann das Scheibenschiessen am Mittwoch mit dem Pellkartoffelnessen aus.

Als neue Corporäle wurden bei der Observanzmäßigen Versammlung Falk-Gerrit Treu, Florian Olbrich und Thorsten Nadelsdiek von Bürgercapitän Werner Siemann, seinem Stellvertreter Christian Specht und Adjutanten Dr. Ralf Weghöft verpflichtet.

Eine besondere Ehrung, in Form einer goldenen Corpsschnalle erhielt Hanspeter Verbarg, der seit 1959 dem Corps angehört.

Mit einem Ehrenteller des Corps bedankte sich das Kommando bei Eric Beuchert von der Stadtverwaltung für sein berufliches Engagement bei der Planung des Scheibenschiessens.

Mehr als 500 Gäste kamen zum Winterball 2013

„Event für die ganze Familie“

Nienburg tanzt: Der Winterball 2013 ist das Highlight der Nienburger Ballsaison.

Es war ein voller Erfolg: Bereits zum dritten Mal in Folge verzeichnete der „Winterball des Offizier und Unteroffizierkorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg“ – besser bekannt als „Blaue-Garde-Ball“ – mehr als 500 Gäste und laut dem Vorsitzenden der Ballkommission, Stefan Siemann, auch noch Zuwächse.

Gleich zu Beginn herrschte am Samstagabend Stimmung im festlich geschmückten Ballsaal der Leintorhalle des TKW Nienburg. Das „Free-Steps-Orchestra“ aus Vechta, das ebenfalls im dritten Jahr dabei war, sorgte bereits mit seinem Eröffnungssong für eine volle Tanzfläche. Unterstützt wurden die Musiker vom TNT-DJ Team aus Nienburg. Einer der Höhepunkte des Abends war der Auftritt des Profi-Latein-Tanzpaares aus Hannover. „Das war wirklich eine Augenweide“, lobte Siemann. „Wir sind mit der Resonanz und dem ausverkauften Haus sehr zufrieden“, so der Vorsitzende der Ballkommission. Er freute sich besonders darüber, dass es der zehnköpfigen Kommission gelungen war, alle Altersklassen anzusprechen. „Von 18- bis 70-Jährigen sind hier heute alle vertreten.“ Damit auch jüngere Leute die Möglichkeit hatten, beim Blaue-Garde-Ball mitzufeiern, gab es in diesem Jahr erstmals Eintritts-Ermäßigungen für Schüler, Auszubildende und Studenten. „Wir möchten, dass alle dabei sein können und es ein Event für die ganze Familie ist“, betonte Siemann.

Kurz vor Mitternacht fand die große Tombola-Verlosung statt. Der Hauptpreis, ein 500-Euro-Gutschein für einen Elektrofachmarkt, ging an Carsten Schlamann. Mit der Verlosung war der Ball jedoch längst noch nicht zu Ende. „Die Musik lief bis kurz vor fünf Uhr am Sonntagmorgen, und es freut uns besonders, dass die Tanzfläche so lange so gut gefüllt war“, sagte der Kommissionsvorsitzende.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 21.01.2013

Mehr als 500 Gäste beim Winterball 2012

Tombola-Hauptpreis geht ans Kinderhospiz

Bürgercapitän Werner Siemann verspricht: „Es gibt 2012 wieder ein Pfingstkonzert“

Offiziell ist Nienburgs größte Ballveranstaltung als „Winterball des Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg“ betitelt. Doch inzwischen hat sich im Volksmund der Begriff „Blaue-Garde-Ball“ eingeprägt. Und was einst eine elitäre Veranstaltung war, zu der man nur mit persönlicher Einladung Zutritt erhielt, ist jetzt der beliebteste Ball der Stadt, bei dem auch viele junge Leute anzutreffen sind.

„Das neue Konzept ist ganz offensichtlich aufgegangen. Das beweist die tolle Resonanz“, freute sich Bürgercapitän Werner Siemann bei der Begrüßung der Ballgäste. Er dankte der Stadt und dem TKW für die Bereitstellung der Räumlichkeiten, um den Abend mit einer guten Nachricht für alle Freunde des Pfingstkonzerts zu eröffnen: „Die Blaue Garde und der TKW werden in diesem Jahr wieder ein Pfingstkonzert veranstalten. Die Irritationen des vergangenen Jahres sind ausgeräumt.“ Der Erste Capitän dankte der Ballkommission für die hervorragende Vorbereitung des Balls, um dann eine Person besonders hervorzuheben: Heidi Knust. „Sie hat sich sehr dafür eingesetzt, dass wir in diesem Jahre eine Tombola mit Preisen im Wert von über 2000 Euro anbieten können.“ Als kleines Dankeschön dafür gab es von Werner Siemann und Adjutant Dr. Ralf Weghöft einen Blumenstrauß. Kurz vor Mitternacht fand dann die mit Spannung erwartete Verlosung statt. Der Hauptpreis, ein 40-Zoll-LED-Fernseher, ging ausgerechnet an Jutta Siemann, die Frau des Bürgercapitäns. Familie Siemann wird den Fernseher aber nicht behalten, sondern dem Kinderhospiz „Löwenherz“ spenden. Noch in dieser Woche wird der LED-TV nach Syke gebracht

„Wir versuchen, unser Konzept stets zu verbessern“, berichtet Corporal Stefan Siemann. Er ist Chef der Ballkommission, die für den Ablauf des Spektakels verantwortlich zeichnet. Es sei immer eine große Herausforderung, die Leintorhalle in einen Ballsaal zu verwandeln: „Ab Donnerstagmittag geht es mit dem Aufbau los.“ Doch die organisatorischen Vorbereitungen würden bereits Monate vor dem Ball beginnen: „Eine zehnköpfige Band wie die ,Free Steps‘ aus Vechta muss man frühzeitig buchen, das passiert schon im Frühjahr.“ Außerdem müssten Gespräche mit dem Festwirt erfolgen, Sponsoren eingeworben werden und ab Oktober die Einladungen verschickt werden. „Wir sind rund zehn Leute, die sich gemeinsam für den Ball einsetzen“, berichtet Stefan Siemann: „Im Grund gilt der Spruch ,Nach dem Ball ist vor dem Ball‘“, schmunzelt der Organisator.

Das Ziel der Blauen Garde ist, den Ball auch weiterhin zu erhalten: „Angesichts vieler Konkurrenzveranstaltungen ist das nicht leicht“, gibt Siemann unumwunden zu: „Doch haben wir mit über 500 Gästen einen leichten Zuwachs zum Vorjahr, und 2011 waren es erheblich mehr Gäste als 2010. Das stimmt uns zuversichtlich.“

Positiv bewertet er es auch, dass relativ viele junge Leute beim Blaue-Garde-Ball 2012 dabei waren: „Das hat sicherlich auch etwas damit zu tun, dass es inzwischen zahlreiche junge Corporäle gibt, die ihre Freunde und Bekannten einladen, einmal mit auf den Ball zu kommen.“

Die Ballkommission versuche aber, eine Veranstaltung für alle Altersgruppen auf die Beine zu stellen. Da sei die Auswahl der Band besonders wichtig. „Wir haben nur positive Resonanz bekommen“, erzählte Stefan Siemann am Sonntag: „Die Ballbesucher waren so begeistert, dass wir die Spielzeit der Band um eine halbe Stunde bis 2.30 Uhr verlängern mussten.“ Auch die Aufteilung des Ballsaals und der anderen Räume sind viel gelobt worden. Das Konzept, den Cateringbereich näher an den Ballsaal heranzurücken, sei aufgegangen.

Im vergangenen Jahr hatte sich die Ballkommisson entschlossen, erstmals auf die Disko und die Cocktailbar in der Parketthalle zu verzichten, und das Geschehen von dort in die Leintorhalle zu verlagern. Im Gegenzug wurde so Platz für eine Raucher-Lounge geschaffen. „Es ist heutzutage niemandem zuzumuten, in Ballkleidung zum Rauchen nach draußen zu gehen“, meinte Stefan Siemann. Gleichzeitig würden so auch Konflikte mit nicht rauchenden Ballbesuchern vermieden.

In der großen Pause der Band traten die „Valschen Fögel“ aus Kassel mit Bauchreden und Bauchsingen auf. Sie hatten es allerdings nicht leicht, die Aufmerksamkeit des Publikums zu finden.

Zur Idee, einen Ball für alle Altersgruppen zu veranstalten, gehörte, dass sich zu später Stunde die Band „Free Steps“ und Diskjockey Tobias Metje vom „TNT DJ-Team“ abwechselten. Je später es wurde, desto häufiger kam der DJ zu Einsatz. Das letzte Lied legte Tobias Metje um kurz nach 5 Uhr auf. Selbst nach 4 Uhr war die Tanzfläche noch gut gefüllt – und das nicht nur mit jungen Leuten.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 23.01.2012

Bernd Denker ist Scheibenkönig 2011

„Das war reiner Zufall“

Corporalschaft Hambruch

Er hat einfach nur „drauf gehalten“ und mitten ins Schwarze getroffen. Nienburgs neuer Scheibenkönig heißt Bernd Denker. Der Erichshagener nahm das erste Mal überhaupt am Nienburger-Scheibenschießen teil und landete gleich einen Volltreffer. „Das war reiner Zufall“, bleibt der frisch gebackene Scheibenkönig bescheiden. Allerdings kann er durchaus mit einem Gewehr umgehen. Schon seit seiner Jugend ist Denker im Schützenverein Erichshagen aktiv und war dort vor zwei Jahren sogar Schützenkönig. Die überraschende Ehrung feierte der Scheibenkönig Montagabend ganz entspannt im Freundeskreis mit seiner Corporalschaft.

Observanzversammlung 29.05.2011

Warnecke bekommt die „Ehrencorpsschnalle“

Seltene Auszeichnung bei „Observanzmäßiger Versammlung“ vergeben

Werner Siemann, Rolf Warnecke, Dr. Ralf Weghöft, Christian Specht (von links)

Eine besondere Ehrung stand im Mittelpunkt der „Observanzmäßigen Versammlung“ der Nienburger Bürgerkompanien. Im Jahr 1986 stiftete der damalige I. Capitän des Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg, Herbert Wömpner, die sogenannte Ehrencorpsschnalle. Damit besteht für die „Blaue Garde“ die Möglichkeit, Arbeit und Engagement von Personen außerhalb des Corps zu würdigen. Nur sechsmal wurde in den vergangenen 25 Jahren diese Auszeichnung verliehen. In der, Observanzmäßigen Versammlung“ im Ratssaal verlieh der I. Bürgercapitän Werner Siemann diese an den ersten stellvertretenden Bürgermeister Rolf Warnecke. Siemann schilderte, dass Rolf Warnecke seit seiner Kindheit mit dem Nienburger Scheibenschießen eng verbunden ist. Nach dem Studium sei es für Warnecke selbstverständlich gewesen, neben seinem Engagement in der Kommunalpolitik, am Scheibenschießen teilzunehmen und das nunmehr seit 37 Jahren. Als Bürgermeister habe Rolf Warnecke in den Jahren 1993 bis 1996 eine Erinnerungsmedaille für 25-, 30- und 40-jährige Teilnahme am Scheibenschießen gestiftet. I. Capitän Siemann heftete die Ehrencorpsschnalle an Warneckes Revers und überreichte ihm die Urkunde, einen Blumenstrauß erhielt er aus den Händen von Adjutant Dr. Ralf Weghöft. „Die Auszeichnung ist eine Überraschung, ich halte sie aber nicht für erforderlich für jemanden, der sich für das bedeutendste Fest Nienburgs einsetzt“, dankte Warnecke. Das städtische Leben werde durch die jahrhundertealte Tradition des Scheibenschießens geprägt, auch weiter junge und alte Menschen zu binden. „Ich bin weiter mit vollem Umfang dabei und werde in diesem Jahr für das Kinderscheibenschießen einen besonderen Betrag spenden.“

Das Scheibenschießen war im Vorjahr so sicher wie noch nie, das machte Nienburgs Polizeichef Frank Kreykenbohm als Gast in der Sitzung deutlich. Es gab nur eine Anzeige, was ein historischer Tiefstand sei. „Das Scheibenschießen ist ein schönes und friedliches Fest“, sagte er.

Vier neue Corporäle wurden von Werner Siemann verpflichtet: Ralf Gilster, Hartmut Waschke, Timo Schröder und Franz-Heinrich Ringe.

Das Kommando mit neuen Corporälen: Werner Siemann, Ralf Gilster, Hartmut Waschke, Timo Schröder, Christian Specht, Dr. Ralf Weghöft (von links)

Die Planungen für das Scheibenschießen 2011 laufen, so die Feststellung der einzelnen Corporäle aus ihren Bereichen. Tambourmajor Axel Brockmann suchte als Verantwortlicher für die musikalische Begleitung beim Ausmarsch noch eine Kapelle.

Friedrich Decke, in seinem Amt im Rathaus werden der Kinderausmarsch und das Kinderscheibenschießen organisiert, hofft auf 350 teilnehmende Kinder, da noch keine Ferien sind. II. Sergeant Karl-Heinz Meyer hat für das 24. Pellkartoffel-Essen, am Mittwoch, 29. Juni, alles organisiert, die Harke wird darüber berichten. Bürgercapitän Siemann lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und bedankte sich bei Bürgermeister Henning Onkes für die Gastfreundschaft und bei Stadtoberamtrat Decke für die gute Organisation und schloss die Versammlung nach zwei Stunden.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Dienstag 31.05.2011

500 Besucher beim Blaue-Garde-Ball 2011

Neues Konzept kommt gut an / Tombola-Hauptpreis geht an Martin Lange

Der größte Winterball in der Stadt hat eine Frischzellenkur verpasst bekommen. Der Blaue-Garde-Ball 2011 war moderner als in den Vorjahren – und das kam bei den Gästen gut an. Rund 500 Gäste flanierten am Samstagabend über den roten Teppich und tanzten, lachten, flirteten und sangen in der festlich geschmückten Leintorhalle schließlich bis in den frühen Sonntagmorgen.

Bei den Besuchern verzeichnete der Vorsitzende der Ball-Kommission des gastgebenden Offiziers- und Unteroffiziers- Corps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg, Corporal Stefan Siemann, einen Besucherzuwachs von 15 Prozent. Er zog ein rundum zufriedenes Fazit: „Wir sind positiv überrascht, weil wir nicht wussten, wie das neue Konzept ankommt.“ Begeistert war Corporal Siemann darüber, wie lange die Tanzfläche im Saal gut gefüllt war. Selbst um 4 Uhr war sie noch richtig voll. Das letzte Lied legte der DJ um 5.30 Uhr auf. Wegen der vollen Tanzfläche hatte sich die Ballkommission am Abend entschieden, den Auftritt der Band „Free Steps“ gegen einen Aufpreis zu verlängern.

Das überarbeitete Konzept spiegelte sich schon auf der Einladung wieder: Sie hatte ein neues, moderneres Design. Wir wollten den Ball novellieren, um ihn auch künftig zu erhalten. Wir wollten auch jüngere Leute für den Ball begeistern, das schaffen wir nur, wenn wir moderner werden“, sagte Stefan Siemann. „Das heißt aber nicht, dass früher alles schlechter war.“ Das Ballgeschehen konzentrierte sich auf den Festsaal in der Leintorhalle. Auf die Disco in der Parketthalle wurde verzichtet. Die früher dort angesiedelte Cocktailbar wurde in der Halle aufgebaut. In dieser gab es auch zwei Biertheken. Es gab eine Raucherlounge und einen Cateringbereich in Saalnähe. Mit der Band landete die Ballkommission einen echten Volltreffer: Die zehnköpfige Formation „Free Steps“ aus Vechta bat nach der Begrüßung des 1. Capitäns Werner Siemann mit „Alles Walzer“ auf die Parkettturniertanzfläche. Der Aufforderung kamen schon etliche Paare nach. Beim zweiten Lied des Abends, dem Siebziger-Jahre-Kulthit „Marleen“ von Marianne Rosenberg, gab es fast keinen freien Platz mehr auf der Tanzfläche.

Es hat viel Spaß gemacht, das neue Konzept ist voll aufgegangen. Die Band, das Catering und die Showakts waren Klasse, sagte eine Ballbesucherin, die mit ihrem Mann zum wiederholten Male zum Winterball gegangen ist.

Aufgelockert wurde das Programm durch zwei Showeinlagen. Etwas für die Lachmuskeln tat Helene Plietsch (alias Irene Gartz) aus Hilgermissen. Bereits ihre schrullige Erscheinung mit Blümchenbluse, altem und vermodertem Rock, Handtasche und braunen Schnürschuhen verfehlte die Wirkung nicht. »Blaue Garde“ und Bundespolitiker bekamen ihr Fett weg und beim Bauchtanz standen der Scheibenkönig 2010, Thomas Olbrich, und Jörg Reichelt gekonnt Pate. Am späteren Abend zeigten die heimischen Tanzpaare Nagel und Conrad ihr Können. Sie bereiten sich gerade auf die Weltmeisterschaft in ihrer Altersklasse vor. Nicht fehlen durfte im neuen Konzept die traditionelle Tombola, bei der es hochwertige Preise zu gewinnen gab. Der Hauptpreis, ein Flachbildfernseher, ging an den Nienburger Martin Lange.

1. Capitän Werner Siemann dankte bei seiner Begrüßung der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit und den Helfern, „ohne die der Ball nicht möglich ist“. Unter den Gästen begrüßte er neben Bürgermeister Henning Onkes, zweitem stellvertretenden Bürgermeister Wilhelm Schlemermeyer und Baudezernent Thomas Schwarz als Vertreter des Landkreises erstmals Oberst Frank Baumgard, den Standortältesten und Kommandeur des in der Clausewitz-Kaserne in Langendamm stationierten CIMIC-Zentrums. Siemanns Dank galt einem, der beim Ball nicht im Scheinwerferlicht steht, sondern im wahrsten Sinne des Wortes dahinter: Scheibengucker Hartmut Waschke bedient seit Jahren den Lichtkegel. Am Sonnabend tat er es letztmals. Nächstes Jahr macht das mein Nachfolger Benjamin Koschmieder, erzählte Hartmut Waschke. Um seinen Einsatz nicht zu verpassen, war er am Samstagmorgen in die Halle gekommen, um sich mit dem Sitzplan vertraut zu machen. Diejenigen Gäste, die Werner Siemann namentlich begrüßte, fing“ der Scheibengucker mit dem Lichtkegel ein.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 17.01.2011

Blaue-Garde-Ball 2011 mit neuem Pfiff

Karten direkt kaufen und an Weihnachten verschenken

Nienburg tanzt: Der Winterball 2011 wird das Highlight der Nienburger Ballsaison.

Am 15.01.2011 findet in der Leintorhalle des TKW Nienburg wieder Nienburgs größter Ball statt. Die Ballkommission des Offiziers- und Unteroffizierscorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg/ Weser, welches als Veranstalter des Balles verantwortlich zeichnet, arbeitet seit Monaten an einem neuen Konzept, um den nun schon traditionellen „Blaue-Garde-Ball“ als größten Winterball in Nienburg aufzuwerten. So sind einige pfiffige Ideen eingeflossen, die den Ball verbessern und modernisieren werden. Wesentlich ist dabei, dass ab 2011 Benjamin Michaelis (BM eventin`) die Bewirtung übernimmt und das Catering durch die Landschlachterei Twachtmann ebenso ein neues Gesicht bekommt. “Es ist mit den tollen Ideen und den neuen Partnern BM eventin`, sowie der Landschlachterei Twachtmann ein überzeugendes Paket geschnürt, dass alle ansprechen wird“, betont Stefan Siemann als Sprecher der Ballkommission.

So konzentriert sich fortan alles auf den Festsaal, keine kleine Disco nebenher, der große Festsaal wird attraktiver durch eine integrierte Cocktailbar und eine ansprechende Biertheke. Es wird eine Raucherlounge in unmittelbarer Nähe zum Saal geben, der Cateringbereich grenzt ebenfalls direkt an den Saal an. Der Höhepunkt ist sicherlich, dass mit der 10-köpfigen Tanzband „Freesteps“ eine der bekanntesten Showbands in Norddeutschland verpflichtet werden konnte, die zudem mit ihrem Discjockey in den Pausen und bis in die frühen Morgenstunden für erstklassige Unterhaltung auf dem Festsaal sorgen wird. Eine weitere Überraschung in Form eines humorvollen Show-Acts ist ebenfalls ein tolles Highlight, welches man unbedingt live erleben muss. Wie in den vergangenen Jahren wird auch eine Verlosung von wertvollen Preisen erfolgen.

Die Einladungskarten wurden darüber hinaus mit einem neuen Design versehen. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, sich Eintrittskarten zu sichern: entweder online auf der Homepage www.scheibenschiessen.de oder per E-Mail an die Adresse winterball@gmx.net, sowie auch erstmalig durch einen direkten Kartenkauf in den Verkaufsstellen Theaterkasse im Stadtkontor (Kirchstr. 4), Friseur Meyer (Georgstr. 2) und Fotovision Nienburg (Lange Str. 95). So können Balleintrittskarten zum Beispiel auch als Weihnachtsgeschenk eine Rolle spielen, da die Karten durch den Direktkauf unkompliziert zu erwerben sind. Als Anmeldeschluss ist der 31.12.2010 datiert.

Thomas Olbrich ist Scheibenkönig 2010

Volltreffer nach 16 Jahren

Corporalschaft Dieter Schröder

Ein Gewehr nimmt Thomas Olbrich nur selten in die Hand, trotzdem traf er mitten ins Schwarze. Der 48-jährige Familienvater von der Corporalschaft Schröder ist der neue Nienburger Scheibenkönig.

Seit 1994 nimmt er Jahr für Jahr am Ausmarsch teil. „Draufgehalten“ hat Olbrich jedes Mal. „Aber ich habe nie etwas wesentliches erreicht“, blickt er auf seine vielen Fehlversuche zurück. Dass es in diesem Jahr besser geklappt hat, führt der Scheibenkönig 2010 auf die neuen Gewehre mit einer anderen Zielfunktion zurück. „Die lag mir wohl einfach besser“, vermutet Olbrich. Schon direkt nach dem Schuss hätte ihm die Standaufsicht signalisiert, dass er wohl einen „Volltreffer“ gelandet habe.

Am Montagabend zeichneten ihn der I. Capitän Werner Siemann und sein Adjutant Dr. Ralf Weghöft mit der Königskette aus.

Scheibenkönig 2009 ist Franz-Heinrich Ringe

Corporalschaft Torsten Meyer

Es war ein absoluter Glückstreffer. „Eigentlich wollte ich mich nur anständig aus der Affäre ziehen und keine drei Fahrkarten schießen“, verrät der neue Nienburger Scheibenkönig Franz-Heinrich Ringe von der Corporalschaft Torsten Meyer. Doch das Gegenteil war der Fall. Der 47-Jährige, der im Jahr 1996 das erste Mal ausmarschierte, traf genau in die Mitte. Ringe: „Das war reines Glück und hat nichts mit Können zu tun.“ Zwar ist der neue Scheibenkönig Mitglied im Schützenverein, doch trainiere er nie. „Ich schieße ein Mal im Jahr auf die Scheibe, immer beim traditionellen Scheibenschießen“, berichtet er noch immer ein wenig ungläubig. Schon direkt nach dem Schuss hätten ihm die Richter signalisiert, dass er sehr gute Siegeschancen habe. Am Montagabend wurde er vom stellvertretenden Bürgermeister Rolf Warnecke, I. Capitän Werner Siemann und dem Adjutanten Dr. Ralf Weghöft offiziell mit der Königskette ausgezeichnet. Die Würde genießt der Nienburger jetzt in aller Ruhe. „Denn Scheibenkönig wird man nur einmal im Leben“, ist er felsenfest überzeugt.

Observanzversammlung 25.05.2008

Scheibenschießen 2008 fest im Blick

Christian Specht ist neuer II. Capitän

Das neue Kommando: II. Capitän Christian Specht, I. Capitän Werner Siemann, und Adjutant Dr. Ralf Weghöft (von links).

Das Kommando der Bürgerkompanien stellte sich in der observanzmäßigen Versammlung in neuer Zusammensetzung vor. Neuer II. Capitän ist Christian Specht für den aus Altersgründen ins inaktive Corps versetzten Bernd Borchers. Der I. Capitän Werner Siemann ehrte nachfolgende Mitglieder für 25-jährige Mitgliedschaft im Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien mit einem Blumenstrauß: Friedwald Böse, Jürgen Folk, Günter Völkering, Edmund Schlesner, Wolfgang Schwohl und Horst Müller. Dieter Schröder führte über viele Jahre als Vorsitzender der „Bettelkommission“ die traditionelle Kinderbelustigung, ebenso verantwortungsbewusst leitet er die „Ballkommission“ für den Winterball. Werner Siemann überreichte einen Blumenstrauß mit Urkunde und gratulierte zu seinem 56. Geburtstag.

Das diesjährige Nienburger Scheibenschießen, ein Volksfest in über 600-jähriger Tradition, findet vom 27. Juni bis zum 2. Juli statt. Bürgercapitän Werner Siemann gab in der observanzmäßigen Versammlung die Neuordnung der Preisgelder bekannt.

Der Scheibenkönig erhält eine Vergütung in Höhe von 1600 Euro von der Stadt Nienburg, den Konrad-Ernsting-Preis in Höhe von 500 Euro und den Schlesner-Preis über 150 Euro. Der Schlesner-Preis ersetzt den Gosewisch-Preis, dessen Kapital aus dem damaligen Vermächtnis verbraucht ist.

Der zweitbeste Schütze erhält zukünftig den Heinz-Levetzow-Preis in Höhe von 500 Euro. Dieser Preis ersetzt den Preis der Familie Rübenack.

Der drittbeste Mann erhält den Ralf-Weghöft-Preis in Höhe von 200 Euro und den August-Engelke-Preis (50 Euro). Der Ralf-Weghöft-Preis ersetzt den bisherigen Preis des Offiziers- und Unteroffizierscorps.

Das Offiziers- und Unteroffizierscorps nimmt in diesem Jahr erstmals am Schützenausmarsch in Lübbecke teil, wie umgekehrt die Lübbecker Schützen mit Kapelle am Scheibenschießen teilnehmen werden.

Jürgen Folk stellte der Versammlung die Aktivitäten rund um das Scheibenschießen vor. Auf dem Scheibenplatz wird ein attraktiver Vergnügungspark aufgestellt, die „Sonnenwend Buam“ aus Ruhpolding spielen auf unterschiedlichen Bühnen – „der Zapfenstreich wird sicher eine tolle Party“.

„Cheforganisator“ Friedrich Decke berichtete, dass die Motivation bei den Mitarbeitern in der Verwaltung und dem Bauhof gestiegen sei. Zum Kinderausmarsch werden etwa 600 bis 800 Kinder erwartet und betreut. Die Polizei wird sich mit einem Stand am Kinderfest beteiligen. Das teilte Polizeichef Frank Kreykenbohm dem Kommando schriftlich mit, „wir werden den Schutz der Veranstaltung gewährleisten“.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Dienstag 27.05.2008

15. Pfingstkonzert war gut besucht

Zum Einläuten des traditionsreichen Scheibenschießen in Nienburg gehört es seit vielen Jahren dazu, das Pfingstkonzert des Offizier – und Unteroffizierkorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg/Weser und des Turnklubs „Weser“ , dass traditionsgemäß am Pfingstsonntag statt findet.

Auch in diesem Jahr fand das Pfingstkonzert wieder eine sehr gute Resonanz und wurde mit Begeisterung vom Publikum angenommen.

Neue Akzente wurden gesetzt durch das „Björn Reinhardt Quartett“ sowie den „Happy Jazz Paraders“. Durch das hervorragende Wetter, das sich von seiner sonnigsten Seite zeigte, konnte in diesem Jahr das Konzert auf dem Hof ausgerichtet werden. Neu war auch die Bewirtung der zahlreichen Gäste die diesmal durch die Mitglieder des TKW sowie des Offizier – und Unteroffizierkorps der Bürgerkompanien stattfand.

Nicht allein durch das Wetter sondern auch durch den gelungenen Auftakt der diesjährigen Präsentation war das Pfingstkonzert bis zum Ende der Veranstaltung sehr gut besucht.

Winterball 2008

550 Gäste tanzten bis zum frühen Morgen in der Leintorhalle

Auch viele junge Leute stürmten die Tanzfläche

550 Gäste, darunter wieder viele Vertreter des öffentlichen Lebens, aus Politik und Wirtschaft, feierten Sonnabend den Winterball des Offizier- und Unteroffizierscorps und vergnügten sich bis in die frühen Morgenstunden.

Zum 14. Mal hatte die „Blaue Garde“, so genannt wegen der blauen Uniformen, in die Leintorhalle des TKW eingeladen. An eine Sporthalle erinnerte nur noch ein Schild am Eingang zum umfunktionierten Ballsaal. Die Ballkommission unter Corporal Dieter Schröder hatte die Sporthalle wieder festlich mit Blumen und gelben, roten und blauen Fahnen in Nienburgs Stadtfarben geschmückt und runde Zehner-Tische aufgestellt. Außerdem verlegten sie 140 Quadratmeter Parkett, das sogar für Tanzturniere geeignet ist, und weitere 35 Quadratmeter in der Sekt-Bar.

Zum Empfang spielte „Das Quartett“ aus Nienburg, dann war es soweit. Kurz nach 20 Uhr marschierte das Offizier- und Unteroffiziers-Corps der Bürgerkompanien unter den Klängen des Trommler- und Pfeifer-Corps ein. Anschließend begrüßte erstmals nach 16 Jahren Werner Siemann als neuer I. Capitän des Offizier- und Unteroffizierscorps die Ballbesucher. Unter ihnen auch Nienburgs stellvertretender Bürgermeister Rolf Warnecke und zweiter stellvertretender Bürgermeister Willhelm Schlemermeyer mit ihren Frauen, außerdem, so Siemann, „ein werter Freund der Blauen Garde: Superintendent Martin Lechler“.

„So viele Gäste, das ist eine Anerkennung für uns“, sagte Siemann und freute sich, dass auch viele junge Leute die Tanzfläche stürmen wollen. „Vielleicht bedeutet das ja eine Renaissance der großen Bälle.“ Er wünschte eine unbeschwerte Nacht – und mit einem Augenzwinkern: „Lasst uns die Feste feiern, bis man fällt.“ Jung und Alt füllten dann zum Eröffnungstanz die Tanzfläche. Die erstklassige Band „Free Steps“ sorgte mit ihrer tollen Musik den ganzen Abend für eine gut gefüllte Tanzfläche und super Stimmung im Ballsaal.

Die Blaue Garde hielt sich an das Nichtrauchergesetz: Es war der erste Winterball ohne blauen Dunst im Ballsaal. Wer rauchen wollte musste in die Cocktail-Bar gehen. In der Cocktail-Bar sorgte Discjockey „Schabba Heinz“ noch bis morgens um halb fünf für Stimmung.

Kein Blaue-Garde-Ball ohne Tombola. Den ersten Preis, einen Reisegutschein im Wert von 500 Euro, gewann Dr. Bernhard Enders. Den zweiten Preis, einen Gutschein gestiftet vom Fachgeschäft für Uhren, Gold- und Silberwaren Müller im Wert von 150 Euro, erhielt Yusuf Uyar. Der frühere Arbeitsamtsdirektor Walter Bücker hat schon Karten für den nächsten Ball: Er gewann zwei Freikarten für den Winterball 2009. Günter Helmke bekam einen Restaurant-Gutschein gestiftet vom Corporal Olav Jäkel.

Scheibenkönig 2007 ist Dieter Klötzing – Corporalschaft Hambruch

Erweitertes Scheibenschießenprogramm mit sehr guter Resonanz

Dieter Klötzing aus der Corporalschaft Hambruch schoss die beste Zehn und ist Scheibenkönig 2007. Der zweitbeste Schütze ist Pascal Stelter vom Trommler- und Pfeiffercorps. Den drittbesten Schuss gab Stephan Würzberger von der Corporalschaft Borchers ab. Kinderkönig 2007 ist Maximilian Peter, er setzte sich gegen den zweitbesten Schützen Sergej Umakow und den Drittplatzierten Daniel Pierstorf durch. Die Ehrungen und Preisübergaben führte im Rathaus Bürgermeister Onkes im Beisein vom I. Capitän Werner Siemann und II. Capitän Bernd Borchers sowie dem Adjutanten Dr. Ralf Weghöft durch. Am Scheibenschießenmontag nahmen 379 Kinder und 556 Ausmarschierer am Ausmarsch teil.

Corporal Norbert Spehlbrink ist erster König der Könige

Zum erstenmal wurde beim Scheibenschießen am Freitag, der König der Könige ausgeschossen. 26 von 31 eingeladenen ehemaligen Königen nahmen am Wettbewerb um den Preis in Höhe von 250 Euro, der von der Tageszeitung DIE HARKE und der Familie Christian Rumpeltin nebst einer Königskette gestiftet wurde, teil. Sieger ist Norbert Spehlbrink der Scheibenkönig von 1998. 158 Teilnehmer nahmen am Wettbewerb um den Stadtpokal teil. Bester Schütze um den Stadtpokal wurde Corporal Pierre Brahmstädt.

So viele Kinder wie noch nie bei der Kinderbelustigung

Volker Rosin füllte das Festzelt und der Kletterpfahl wurde umlagert

Volker Rosin

Corporal Thorsten Meyer, der für die Organisation der Kinderbelustigung am Samstag zuständig war, freute sich über die große Anzahl der Kinder die mit ihren Eltern, Großeltern und Verwandten und Bekannten zum Scheibenplatz gekommen waren. An allen von den Corporälen angeboten Gerätschaften wie Kletterpfahl, Esel, Glücksrad, Torwand usw. herrschte reger Andrang. Viele Kinder bewiesen ihr Geschick am Kletterpfahl um einen der begehrten Preise zu erhalten. Ein großer Höhepunkt war gegen 16:00 Uhr der Auftritt vom „König der Kinderdisco“ Volker Rosin. Der Liedermacher begeisterte etwa 800 Jungen und Mädchen im Festzelt. Es herrschte eine fröhliche und ausgelassene Stimmung auf dem gesamten Festplatz und im Festzelt. Das Konzert von Volker Rosin wurde finanziell von der Volksbank und der Sparkasse Nienburg unterstützt. Am Abend war im Festzelt eine ebenso gut besuchte Ü-30-Party. Star des Abends war Peter Schillig und die Party ging bis in die frühen Morgenstunden.

Observanzversammlung 03.06.2007

Scheibenschießen ist ein Fest für die ganze Familie

Norbert Spehlbrink neuer Corporal

Das Kommando der Nienburger Bürgerkompanien und Bürgermeister Henning Onkes mit den Beförderten.

„Das Nienburger Scheibenschießen vom 22. bis 27. Juni wird wieder mehr traditionelle Elemente enthalten. Das Programm ist vielseitiger gestaltet. Neues verbindet sich mit Altbewährtem.“ Diese Botschaft verkündete das Kommando der Bürgerkompanien der Stadt bei der observanzmäßigen Versammlung am Sonntag im Ratssaal des Rathauses.

Nach dem Abspielen von Traditionsmärschen des Trommler- und Pfeiffercorps der Bürgerkompanien begrüßte der frisch gewählte I. Capitän Werner Siemann zum ersten Mal sein Offizier- und Unteroffiziercorps, um mit ihm Bürgermeister Henning Onkes über den Stand der Vorbereitungen zum Scheibenschießen zu informieren. Für Siemann soll das Scheibenschießen wieder zu einem Fest aller Bürgerinnen und Bürger der Stadt werden. „Ich wünsche mir, dass die vielen Veranstaltungen Erwachsene, Jugendliche und Kinder aller Gesellschaftsschichten zusammenführen. Dies gilt besonders für unsere Familien.“ Viele Köpfe und Schultern hätten im Teamwork im Vorfeld hervorragende Arbeit geleistet. „Ihnen gebührt besonderer Dank und Anerkennung.“

Henning Onkes war zum ersten Mal Gast der Versammlung. „Ich werde das eine oder andere noch lernen müssen, kann aber bereits heute dem Offizier- und Unteroffiziercorps für seine Vorbereitungen herzlich danken.“ Den Einsatz von viel Zeit, aber auch finanzieller Mittel begründete der Bürgermeister mit dem hohen Stellenwert des Scheibenschießens für die Stadt Nienburg.

Bürgercapitän Werner Siemann heftet Neu-Corporal Norbert Spehlbrink die Corpsschnalle ans Revers.

Nach der Verpflichtung des Corporals Norbert Spehlbrink auf die Traditionen des Nienburger Scheibenschießens und der Ehrung von Corporal Karl-Heinz Meyer für seine nunmehr 16-jährige Arbeit als Vorsitzender der Pellkartoffelkommission sowie von Klaus Jefsejeff für seinen Einsatz bei der alljährlichen Kinderbelustigung ergoss sich eine Beförderungswelle über die Offiziere und Unteroffiziere der Bürgerkompanien.

Im Namen des Kommandos beförderte der I. Capitän mit Urkunde und Handschlag folgende Mitglieder: Christian Specht zum I. Premierleutnant, Ernst Lichtenberg zum II. Premierleutnant, Dr. Harald Schneider zum I. Secondeleutnant, Friedwald Böse zum II. Secondeleutnant, Jürgen Folk zum I. Feldwebel Günter Völkering zum II. Feldwebel, Edmund Schlesner zum I. Sergeant, Wolfgang Schwohl zum II. Sergeant, Horst Müller zum I. Gefreitencorporal und Werner Hoffmann zum II. Gefreitencorporal.

Danach wurde das abwechslungsreiche Programm an den Festtagen vorgestellt. Jürgen Folk nannte als Höhepunkte die „Rock Classic Night“ am Freitag, 22. Juni, und die Kinderbelustigung und Ü-30-Party einen Tag später. Am Sonntag findet der Seniorennachmittag statt, bei dem die Big-Band der Musikschule Nienburg auftreten wird und Kleinkünstler für Spaß sorgen werden.

Höhepunkt der mehrtägigen Veranstaltung ist der Ausmarsch der Bürgerkompanien und der Kinder zum Scheibenschießen auf dem Festplatz im Bürgerpark am Montag, 25.Juni. Dabei sollen sich Ausmarschierer und Bevölkerung zu einem vergnüglichen Tagesablauf zusammenfinden. Bernd Gresel kündigte an, dass ausreichend Kapellen und Spielmannszüge für den guten Ton und Gleichschritt sorgen werden.

Corporal Rudolf Meyn bat die Bürgerschaft, alle Begrünungen im Stadtbild während der Zeit des Scheibenschießens mit zu hegen und zu pflegen. Einen leidenschaftlichen Appell richtete Karl- Heinz Meyer an alle Freunde des Pellkartoffel-Essens am Schlusstag: Er warb darum, die maritimen Gaumenfreuden ausschließlich an der Tafel in der Langen Straße zu verzehren und nicht in Hinterhöfe auszuweichen. Die Tafel ist in diesem Jahr mehr als 500 Meter lang, reicht vom Spargelbrunnen bis zum Pavillon der Bäckerei Hoffmeyer und wird von Musik begleitet.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Dienstag 05.06.2007

14. Pfingstkonzert war gut besucht

Swing- und Blasmusik gab es in der Leintorhalle zu hören

v. l. n. r.: Marlies Beermann, Fritz Beermann, II. Capitän Bernd Borchers

Es gehört seit Jahren zur Tradition in Nienburg – und es läutet das traditionsreiche Scheibenschießen ein: das große Pfingstkonzert des TKW Nienburg und des Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg in der Leintorhalle.

Am Pfingstsonntag präsentierten die Veranstalter mit Unterstützung der HARKE und der Stadt Nienburg das Konzert- und Swingorchester der Musikschule Nienburg unter der Leitung von Jörg Benthin und das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Loccum unter der Leitung von Werner Böhm. Das Konzert, das traditionell als Auftakt des Nienburger Scheibenschießens gilt, fand wegen des unbeständigen Wetters – wie schon im Vorjahr – in der Leintorhalle statt. Aber die Türen zur Halle waren weit geöffnet, so dass viele Zuhörer das vierstündige Musikprogramm auch unter den alten Eichen im Bürgerpark verfolgen konnten.

„Wir sind mit dem Besucherzuspruch sehr zufrieden“, sagte der Vorsitzende des TKW Nienburg, Fritz Beermann, am Nachmittag. Schon zu Konzertbeginn um 11 Uhr waren weit mehr als 100 Zuhörer gekommen, um der Musik des Konzert- und Swingorchesters der Musikschule zuzuhören. Ab 13 Uhr unterhielt das Blasorchester der Feuerwehr Loccum die Besucher.

Der II. Capitän des Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien, Bernd Borchers, bedankte sich mit einem Blumenstrauß bei Marlies Beermann. „Denn hinter einem starken Mann, wie Fritz Beermann einer ist, steht auch immer eine starke Frau, die einem den Rücken freihält“, sagte Borchers.

Auch für das leibliche Wohl war beim 14. Pfingstkonzert gesorgt: Es gab Erbseneintopf, Bratwurst, Gulaschsuppe sowie alkoholische und auch nichtalkoholische Getränke.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Dienstag 29.05.2007

Wahl des Kommandos am 10.04.2007

Neuer I. Bürgercapitän ist Werner Siemann

v. l. n. r.: II. Capitän Bernd Borchers, I. Capitän Werner Siemann, Adjutant (Sec.-Ltn.) Dr. Ralf Weghöft

Das Kommando des Offiziers- und Unteroffizierscorps der Nienburger Bürgerkompanien ist neu gewählt worden. Das Kommando setzt sich jetzt aus I. Capitän Werner Siemann, II. Capitän Bernd Borchers und Adjutant Dr. Ralf Weghöft zusammen.

Die Offiziere sind I. Premierleutnant Christian Specht, II. Premierleutnant Ernst Lichtenberg, I. Secondeleutnant Dr. Harald Schneider, II. Secondeleutnant Friedwald Böse und Tambourmajor Axel Brockmann. Die Ränge der Unteroffiziere mit Portepee bekleiden I. Feldwebel Jürgen Folk, II. Feldwebel Günter Völkering, I. Sergeant Edmund Schlesner, II. Sergeant Wolfgang Schwohl, I. Gefreitencorporal Horst Müller und II. Gefreitencorporal Werner Hoffmann.

Für ihre Verdienste erhielten die ins inaktive Corps wechselnden Hinrich Rübenack und Horst Kammann die goldene Corpsschnalle überreicht, außerdem wurde Hinrich Rübenack einstimmig zum Ehrenkapitän ernannt.

Winterball 2007

Nienburger tanzten bis in die Morgenstunden

520 Gäste amüsierten sich – Bestehendes Kommando eröffnete letztmalig

Es wurde getanzt, getrunken, gelacht und geflirtet – und das bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags. Der im Volksmund „Blaue-GardeBall“ genannte Winterball des Offiziers- und Unteroffizierscorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg war – einmal mehr – ein großes gesellschaftliches Glanzlicht des noch jungen Jahres. 520 Gäste waren in die festlich geschmückte TKW-Halle an der Hannoverschen Straße gekommen.

I. Capitän Hinrich Rübenack begrüßte die Ballgäste zu den Klängen von der Band „Das Quartett“ ab 19:15 Uhr. Traditionell wurde jeder Ballgast per Handschlag begrüßt. Um 20:06 Uhr marschierte das Trommler- und Pfeifercorps mit den Offizieren und Unteroffizieren der Bürgerkompanien unter dem Kommando von Tambourmajor Axel Brockmann ein – bevor Hinrich Rübenack an der Seite von Adjutant Dr. Ralf Weghöft ein letztes Mal in der Funktion des I. Capitäns den Ball eröffnete. Hinrich Rübenack scheidet im März altersbedingt aus dem Kommando aus, deshalb wird es im April auch Neuwahlen des gesamten Kommandos geben. „In dieser Konstellation wird es das Kommando beim diesjährigen Scheibenschießen oder beim nächsten Winterball nicht mehr geben“, sagte Dr. Weghöft. Hinrich Rübenack nutzte seine letzte Eröffnungsrede eines Winterballs, um seiner Frau Ulrike „danke“ zu sagen. Sie habe stets dafür gesorgt, „dass ich immer ordentlich zu den Veranstaltungen des Offiziers- und Unteroffizierscorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg gekommen bin“. Er dankte aber auch Corporal Dieter Schröder, der als Vorsitzender der Ballkommission wieder für die Organisation des „Blaue-Garde-Balles“ verantwortlich zeichnete. „Ohne die Ballkommission, die ein zweckgerichtetes Gebäude wie die Leintorhalle in einen Ballsaal verwandelt, wäre der Winterball nicht zustande gekommen“, sagte er und schloss traditionell mit den Worten: „Und nun wie immer: alles Walzer.“ Und die Offiziere und Unteroffiziere sowie die Ehrengäste – darunter Bürgermeister Henning Onkes, seine beiden Stellvertreter Rolf Warnecke und Wilhelm Schlemermeyer, Superintendent Martin Lechler, Landtagsabgeordneter Jan Ahlers, der Scheibenkönig 2006 Michael Plagge – die Hinrich Rübenack am Sonnabend zu sich vor die Bühne holte, forderten ihre Damen zum traditionellen Eröffnungs-Walzer auf.

Zum 13. Mal feierte die „Blaue Garde“ in der TKW-Halle – und von einer Atmosphäre einer Sporthalle war nichts zu erkennen: Die Ballkommission hatte das Tanzparkett verlegt und die Sporthalle in einen Ballsaal verwandelt. Die Decke hatten sie mit Fahnen in den Nienburger Stadtfarben Blau-Gelb-Rot dekoriert. „Wir freuen uns über den Zuspruch, zeigt er doch, dass der Winterball ein gesellschaftliches Ereignis in Nienburg ist“ bilanzierte Dr. Ralf Weghöft. Traditionell gab es auch eine große Tombola mit attraktiven Preisen. Der Hauptpreis, ein Reisegutschein im Wert von 500 Euro, ging an Karl-Heinz Bielenberg. Kai Albers gewann zwei Eintrittskarten für die Nienburger Jazz-Nacht, Alexandra Koegel erhielt einen Gutschein der Gaststätte „Potpourri am Wall“ und Günter Völkering gewann Eintrittskarten für den „Blaue-Garde-Ball 2008“.

Im Ballsaal sorgte wie im vergangenen Jahr das „Free Steps Orchestra“ aus Vechta für Tanzmusik. Rumba, Cha-Cha-Cha, Foxtrott – kaum ein Tanz fehlte. Die Bewirtung übernahmen wieder Mitarbeiter des Landhauses Hünecke aus Nordholz, die Blumendekoration übernahm die Firma Jürgens. Ab 21:30 Uhr sorgte „Schabba-Heinz“ aus Bassum, bekannt vom Bremer Sechs-Tage-Rennen, in der Cocktail-Dancing-Bar für ausgelassene Stimmung bis in die frühen Morgenstunden.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 22.01.2007

Eine Zehn wie vom Locher gestanzt!

Scheibenkönig 2006 ist Michael Plagge

Corporalschaft Wesemann

Als die Königsscheibe Dienstag nachmittag vor dem Haus am Ginsterweg stand, als die Bierbude aufgebaut war und sich die ersten Gäste zum traditionellen Anbringen der Scheibe eingefunden hatten, sagt Michael Plagge „Ja, da habe ich so einigermaßen zu realisieren begonnen, was mir da wiederfahren ist“. Er, der eigentlich nie Glück bei den Schießwettbewerben hatte, war tags zuvor zum Nienburger Scheibenkönig proklamiert worden. Er konnte sein Glück kaum fassen. „Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen“, sagt der Mitarbeiter vom VW-Werk Stöcken. „Die Bilder kamen immer wieder zurück, es war alles so unwirklich“. Er begann erst ganz allmählich zu verstehen, dass er es ist, um den sich alles dreht.

Sicher, er habe schon seit Jahren die Königswürden angestrebt, aber bei den Wettbewerben der Corporalschaft Wesemann war er immer im hinteren Drittel vertreten. Auch machte er sich diesmal nicht allzu viel Hoffnungen. Erst als die Scheibe nach dem Glücksschuss zurückkam, begann er sich zu wundern. „Das war mittendrin, wie vom Locher gestanzt.“ Und: „Das ist der Zeitpunkt, an dem der Blutdruck hochgeht“. Mit ihm freute sich Ehefrau Katja Wesemann.

Internationaler Museumstag 2006

Vom Vogelschießen zum Volksfest

Ausstellung im Fresenhof, Leinstraße 48, vom 21. Mai 2006 bis 8. Oktober 2006

Das Scheibenschießen ist die größte Traditionsveranstaltung in Nienburg

Der Ursprung dieses Traditionsfestes liegt im 13. Jahrhundert. Alljährlich trafen sich die Bürgerkompanien, um ein Übungsschießen auf einen hölzernen Papagei abzuhalten. Aus einer Urkunde aus dem Jahre 1654 wird ersichtlich, dass aus dem Papageienschießen inzwischen das „Scheibenschießen“ geworden war und immer der Montag nach dem Johannistag als Datum festgeschrieben wurde.

Eine ganze Reihe unterschiedlicher Festfolgen hat sich im Laufe der Zeit rund um das Scheibenschießen entwickelt. Ein Grundkonzept hat sich jedoch bis heute durchgesetzt: Ein Volksfest auszurichten, das alle Alters und Bevölkerungsschichten anspricht.

Die Ausstellung gibt dem Besucher einen Einblick in die bewegte Geschichte der Stadt und die Entwicklung des Traditionsfestes von der Wehrübung zum Volksfest. Viele Ausstellungsobjekte, die sonst nur zum Scheibenschießen aus den Magazinräumen geholt werden, können Sie nun in aller Ruhe und aus der Nähe betrachten.

André Heling ist Nienburgs Scheibenkönig 2005

Fabian Kulke ist Kinderkönig / Capitänswetter / Britische Soldaten zu Gast

Andre Heling (Corporalschaft Schnauer) ist neuer Scheibenkönig. Entsprechend groß war seine Freude am Abend, als ihn Bürgermeister Peter Brieber, I. Capitän Hinrich Rübenack und Adjutant Dr. Ralf Weghöft vor dem Tilly-Zelt proklamierten. Die zweitbeste Zehn schoss der ehemalige Scheibenkönig Kurt Mattausch (Corporalschaft Schröder), drittbester Schütze war Bürgermeister Peter Brieber. Wir proklamieren den Schützen des besten Nienburger Schusses, sagte Adjutant Dr. Weghöft. Zwei Schützen hatten eine bessere Zehn geschossen, doch haben diese Ausmarschierer einen falschen Wohnort angegeben. Wir haben Regularien, an die wir uns halten. Die Schützen sollten so ehrlich sein, sich als Gäste anmelden und nicht versuchen, uns zu täuschen. Das klappt nicht, ergänzte Dr. Weghöft.

Neuer Kinderkönig wurde Fabian Kulke. Ihn proklamierten Bürgermeister Brieber, I. Capitän Rübenack und Adjutant Dr. Weghöft bereits am Nachmittag vor dem Tilly-Zelt

Strahlender Sonnenschein oder Capitänswetter – wie es I. Capitän Hinrich Rübenack nannte – begleitete den langen Zug aus schwarz gewandeten Männern, historisch gekleidetem Wähligen Rott sowie diversen Musikkapellen, der sich um 9 Uhr vor dem Nienburger Rathaus in Bewegung setzte. 622 Ausmarschierer erreichten 85 Minuten später den Scheibenplatz an der Hannoverschen Straße.

Bereits um 8 Uhr traten die Kompanien vor dem Rathaus an. Zehn Minuten früher stand die Corporalschaft Torsten Meyer bereits vor dem Rathaus, Gewehr bei Fuß, um den Scheibenkönig des vergangenen Jahres, Hans-Hermann Warnecke, vom Cafe Meinecke abzuholen. Nach dem Fahnenausmarsch und dem Singen der Nationalhymne machte sich der mehrere hundert Meter lange Zug aus Ausmarschierern und Kapellenmitgliedern auf, um zum Scheibenplatz zu marschieren. Rund 20 Minuten vor dem Zug erreichte die Kutsche, in der neben Bürgermeister Brieber und dem I. Capitän Rübenack auch der II. Capitän Horst Kammann saß, auf die Tradition des Scheibenschießens das auf der von Herzog Christian Ludwig von Celle im Jahr 1654 erlassenen Verordnung „Wie es beim Scheibenschießen gehalten werden soll“ basiert. Er begrüßte die besonderen Gäste, die an diesem besonderen Scheibenschießen“ teilnahmen: Aus der Langendammer Clausewitz-Kaserne waren Abordnungen des CIMIC Bataillons 100 und des Bataillons Elektronische Kampfführung 912 ebenso ausmarschiert wie eine Abordnung britischer Offiziere, die aus Osnabrück angereist waren.

Die Bundeswehr ist in Nienburg nicht Gast, sie ist hier zu Hause, sagte Brieber. Er bedankte sich bei den Soldaten für die Teilnahme, an einem Tag, an dem die Bundeswehr nichts zu feiern hat. Anschließend gedachten Bürgermeister, Ausmarschierer und Gäste der beiden tags zuvor in Kundus bei einer Explosion von Munition getöteten niedersächsischen ISAF-Soldaten.

Seinen Dank und ein dreifaches Hoch sprach das Stadtoberhaupt den britischen Soldaten und Nienburgs Frauen aus. Abschließend wünschte er allen Schützen gutes Zielwasser. Adjutant Dr. Weghöft las die Schießordnung unter Androhung von Geldstrafen bei Nichteinhaltung vor, bevor die ersten Corporalschaften auf die Scheibe schossen. Vorjahrskönig Hans-Hermann Warnecke musste sich derweil im Tilly-Zelt von den Insignien seiner Regentschaft trennen. Fahrgeschäfte wie Crazy Clown, Wickle oder Twister lockten ebenso wie gebrannte Mandeln oder Schokoladenwaffeln Jung und Alt am Nachmittag auf den Festplatz. Bis zum Abend baute sich die Spannung in der Erwartung des neuen Scheibenkönigs auf. Um 19.30 Uhr war es soweit: Der Bürgermeister und das Kommando hatten den besten Schuss ermittelt, und der neue König wurde unter musikalischer Begleitung des Trommler- und Pfeifercorps zum Tillyzelt geführt und proklamiert.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Dienstag 28.06.2005

502 Besucher beim Blaue-Garde-Ball 2005

Die rauschende Ballnacht in der Leintorhalle

Die 502 Ballgäste waren schon in Partystimmung, da wurde es im Ballsaal für einen Moment mucksmäuschenstill: Hinrich Rübenack, 1. Capitän des Offizier- und Unteroffizier-Corps, legte zu Beginn des Blaue-Garde-Balls eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe in Südasien ein. Der Blaue-Garde-Ball Nienburgs größtes Tanzvergnügen wurde Sonnabend zum elften Mal in der Leintorhalle gefeiert.

Zur Eröffnung marschierte das Offizier- und Unteroffizier-Corps der Bürgerkompanien in blauer Uniform, auch Blaue Garde genannt, unter den Klängen des Trommler- und Pfeiffer-Corps in den Ballsaal. Eigentlich heißt der Ball Wintervergnügen, aber Blaue-Garde-Ball klingt wohl charmanter, sagte Rübenack in seiner Begrüßungsrede. Unter den Gästen begrüßte er besonders Landrat Heinrich Eggers, Nienburgs stellvertretenden Bürgermeister Rolf Warnecke, Nienburgs Superintendenten Martin Lechler und den Scheibenkönig 2004 Hans-Hermann Warnecke.

Auf die Flutkatastrophe in Südasien eingehend sagte Rübenack, das Offizier- und Unteroffizier-Corps spendet 1000 Euro an die Kindernothilfe, die sich um die Kinder in der von der Flut betroffenen Region kümmert.

Rübenack dankte Tambourmajor Bernd Gresel, der den Ball seit zehn Jahren organisiert hat. Die Nachfolge tritt Dieter Schröder an, der erstmals die Organisation des Balls übernahm. Und nun geht es los. Das Offizier- und Unteroffizier-Corps beginnt den Ball mit seinen Damen, forderte Rübenack zum Walzer auf. Hier sind alles lustige Leute, lobte der Sänger der City-Live-Band die Ballbesucher, dann sang er Strangers in the night. Rumba, Cha-Cha-Cha, Foxtrott, kaum ein Tanz, der nicht bis zum frühen Morgen auf der Parkett-Turniertanzfläche der TKW-Halle getanzt wurde. Was dem Organisator Dieter Schröder auffiel: Es sind auch viele junge Gäste gekommen. Die Jüngsten waren 16 Jahre alt, mit 82 Jahren war Max Müller der Älteste. Viel Applaus ernteten die jungen Frauen von Bootylicious: Die neue Tanzgruppe des TKW führte zu späterer Stunde einen Showtanz auf.

Die Ballkommission des Corps hatte die Leintorhalle in einen Ballsaal verwandelt, hatte das Tanzparkett verlegt, Tische und Stühle aufgestellt. Die Gäste saßen unter einem blau-gelb-roten Himmel, den Nienburger Stadtfarben. Erstmals übernahm Gärtnerei Jürgens die Blumendekoration in allen Räumen. Basketballkörbe sind mit Blumen dekoriert und Palmen sorgen für ein südliches Flair. Es ist schon fast wie im botanischen Garten, schwärmte Dieter Schröder.

Die Gäste saßen an Zehnertischen. Wer Freunde und Bekannte suchte, hatte es leicht: Eine Namensliste aller Ballbesucher verriet den genauen Platz. Im Foyer standen einige Besucher Schlange, um von einem Fotografen ihr persönliches Ballfoto machen zu lassen. In der Cocktail-Dancing-Bar ging es unterm Sternenhimmel auch am frühen Morgen noch heiß her. Discjockey und Barmixer sorgten mit Musik, Sekt, naturtrübem Bier und Cocktails für Stimmung.

Klaus Buchholz, aus Liebenau gewann bei der Verlosung einen Möbeltresor. Die weiteren Gewinner kommen aus Nienburg: Ein Reisegutschein in Höhe von 300 Euro ging an Frank Zimmer, Kai Albers gewann einen Reisegutschein in Höhe von 200 Euro und Nicole Führenberg erhielt zwei Freikarten für den Blaue-Garde-Ball 2006. Einen Gutschein für einen Restaurantbesuch gewann Wolfgang Feuchte.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 17.01.2005

Scheibenkönig 2004

Hans-Hermann Warnecke ist Jubiläums-Scheibenkönig

Es ist das älteste Fest der Stadt und war wieder einmal der Publikumsmagnet: das traditionelle Scheibenschießen gehört zu Nienburg wie das Wasser zur Weser. Allein am Umzug beteiligten sich rund 600 Ausmarschierer.

Höhepunkt ist natürlich das Königsschießen. Die Spannung war kaum zu überbieten, als Bürgermeister Peter Brieber endlich das Geheimnis lüftete, wer den besten Schuss auf die Königsscheibe abgab. Hans-Hermann Warnecke von der Corporalschaft Thorsten Meyer schaffte es in diesem Jahr. Als zweitbester Schütze wurde Uwe Mahlmann von der Corporalschaft Horst Müller ausgezeichnet, gefolgt von Jörg Scholing von der Corporalschaft Stefan Hambruch. Nach altem Brauch erfolgte die Proklamation vor dem Tilly Zelt, wo Peter Brieber gemeinsam mit dem I. Capitän Hinrich Rübenack und den Adjutanten Dr. Ralf Weghöft und II. Capitän Horst Kammann die Proklamation vornahm. Als neuer Kinderkönig fungiert Etienne Schwella, vor Patrick Graue auf Platz zwei und Ryan Powny auf Rang drei.

Eine Premiere gab es in diesem Jahr auch: Erstmalig gab es ein Platzkonzert mit dem Hausorchester von Ernst-August Prinz von Hannover unter der Leitung von Ernst Müller. Zapfenstreich und Kindernachmittag durften ebenso wenig fehlen wie das Pellkartoffelessen, das heute das Fest abrundet.

Text aus Tageszeitung: „BlickPunkt“ vom Mittwoch 30.06.2004

Kaiserwetter und Superstimmung

Hunderte beim 11. Pfingstkonzert von TKW Nienburg und Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien

Kaum eingeweiht, entpuppte sich der neue „Stammtisch“ im Leintorhof des TKW Nienburg auch schon als „Stammsitz“ – Kinder von drei bis knapp unter zehn funktionierten den Baumstumpf hinter der TKW-Halle am Sonntag beim 11. Pfingstkonzert zu einem Logenplatz um. Kein Wunder: Der Baumrest stand im bester Sichtweite zur Bühne – und dort spielte sich vor Hunderten von Konzertbesuchern ein ebenso abwechslungsreiches wie unterhaltsames Geschehen ab. Das Trommler- und Pfeiffercorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg, das 40-köpfige Konzert- und Swingorchester der Musikschule und, zum – guten Schluss, nachmittags ab halb zwei, die Happy Jazz Paraders“ bescherten inklusive Pausen vier Stunden Livemusik – und sorgten für gute Laune bei den Besuchern. Ebenso wie das Wetter. Im Gegensatz zum Vorjahr, als ein Gewitter nachmittags zum Umzug in die Halle zwang, trübte diesmal kaum ein Wölkchen den Himmel. „So viele fröhliche Gesichter wie heute habe ich selten gesehen“, freute sich TKW-Vorsitzender Fritz Beermann wenige Minuten nach 11 Uhr beim Start des Pfingstkonzerts. Veranstaltet wurde das Spektakel vom TKW Nienburg und vom Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien der Stadt Nienburg – dessen Trommler- und Pfeiffercorps mit kurzen, knappen Traditionsmärschen vom „Schwedenmarsch“ über die „Vergatterung“ bis hin zum „Geschwindmarsch“ den musikalischen Auftakt setzte. Als Geburtstagsgruß für den TKW (der in wenigen Wochen sein 100-jähriges Bestehen feiert) hatten Bernd Gresel und seine Mannen „Das ist mein Vaters bestes Kind“ mitgebracht. Denn: Wir gehen davon aus, dass der TKW nicht nur für seine Gründungsväter sein bestes Kind war… Auch der zweite“ Veranstalter, das Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien feiert in diesem Jahr Jubiläum – 350 Jahre „Neue Verordnung wie es beim Scheibenschießen der Stadt Nienburg gehalten werden soll“. Das Pfingstkonzert erwies sich für beide Jubiläen als perfekter Auftakt: Das Kaiserwetter hielt bis zum Schluss, das Trommler- und Pfeiffercorps, das Konzert- und Swingorchester um Musikschulleiter Jörg Benthin und die „Happy Jazz Paraders“ servierten eine muntere Melodienfolge von Mancinis Filmmusik „Pink Panter“ bis hin zum Schlager „Wunder gibt es immer wieder“ und vom flotten „Lambeth walk“ bis hin zum allseits bekannten Gute-Laune-Jazz-Standard „Ain`t she sweet“. Einer bewies dabei fast von der ersten bis zur letzten Minute Stehvermögen. Rüdiger Schöne spielte erst im Konzert- und Swingorchester und anschließend bei den „Happy Jazz Paraders“ – die an diesem Tag übrigens mit vier Urlaubsvertretungen anrückt waren. Jazzer aus Celle, Hannover und Bremen sprangen bei. den „Happy Jazz Paraders“ in die Bresche. Gehört hat es keiner, allenfalls gesehen – weil das eine und das andere bekannte Gesicht fehlte.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Montag 01.06.2004

Bürgerkompanien pflanzen Linden im Geiste Quaet-Faslems

Vor beinahe 200 Jahren, genauer gesagt im Jahre 1827, legte der Senator und Bürgercapitän Bruno Emanuel Quaet-Faslem den heutigen Scheibenplatz im Nienburger Bürgerpark an. Das geometrische Gelände prägten zwei Alleen von Linden und ein Rondell aus diesen Bäumen. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte mussten einige der Linden gefällt werden, so dass sich Lücken aufgetan haben. Da im kommenden Jahr der Erlass der „Verordnung wie es beim Scheibenschießen der Stadt Nienburg gehalten werden soll“ 350-jähriges Bestehen feiert hat der „Verein zum Erhalt der Scheibenschießen-Tradition“ beschlossen, die Lücken zu schließen. In einer gemeinsamen Aktion mit dem städtischen Baubetriebshof wurden gestern Nachmittag neun junge Linden eingesetzt. Das Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien mit 1. Capitän Hinrich Rübenack und Adjutant Dr. Ralf Weghöft an der Spitze griff zu Schaufel und Spaten, um den Ausmaschierern ein Geschenk zum Jubiläums-Scheibenschießen zu bereiten.

Text aus Tageszeitung: „Die Harke“ vom Sonnabend 01.11.2003